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Die vollständige Packliste für deine Wanderung

Ausruestung Wanderung

Hier findest Du eine vollständige Packliste für deine Wanderung. Ganz wichtig: Diese Packliste ist für eine mehrtägige Hüttenwanderung ohne Zelt und einer Mahlzeit, die Du auf der Hütte isst, konzipiert. Wenn Du dich komplett selbst versorgen möchtest, musst Du mehr und ausgewogenere Trekking-Nahrung einplanen. Aber abgesehen davon reichen all diese Sachen ganz egal, ob Du 3 Tage oder 3 Wochen unterwegs bist. Auf längeren Touren packe ich bestenfalls noch ein paar Socken und ein Shirt mehr ein.

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Kleidung

Wanderschuhe
Auch, wenn Du zum ersten Mal wandern gehst, solltest Du keine Billigschuhe kaufen, denn nichts ist schlimmer, als ein drückender Schuh (glaub mir, ich habe auf meiner ersten Mehrtagestour vier Fußnägel verloren). Bei Wanderschuhen lohnt es sich auch immer, sich im Outdoor-Laden persönlich beraten zu lassen. Wenn Du trotzdem lieber online kaufst, empfehle ich Dir, Schuhe von mehreren Marken zu bestellen, da jede Marke bestimmte Passformen hat. Ich bin sehr mit meinem Meindl Bordneo 2 zufrieden.*

Longsleeve & Fleecepullover
Besonders im Herbst nehme ich 4 Schichten Sachen mit: Shirt, Longsleeve, Fleeceshirt und Jacke. Selbst dann brauchte es manchmal an den Hütten noch eine Decke, um beim Bier nicht auszukühlen. Am liebsten mag ich mein Columbia-Fleeceshirt.* Das hat nur innen eine Fleece-Schicht und bekommt deswegen außen nicht die hässlichen Fleece-Fusseln, die diese Shorts oftmals so ungepflegt aussehen lassen. Inzwischen hält mich der Pullover schon seit 3 Jahren warm und sieht immer noch aus wie neu.

Wanderhose & Überhose
Auch wenn ich sonst kein Fan multifunktionaler Kleidung bin, ist so eine Zipper-Hose schon ziemlich praktisch*. So hast Du lange und kurze Wanderhose in einem und sparst die unbequemes Umziehen am Berg und das zusätzliche Gewicht. Wenn ich mehrere Tage unterwegs bin und das Wetter nicht abschätzen kann, packe ich außerdem eine Überhose gegen den Regen ein.

Regenjacke
Die darf natürlich nicht fehlen. Sicher sind Gore-Tex Jacken das non-plus-ultra, allerdings reicht meine McKinley Jacke ohne Gore-Tex-Schutz selbst auf längeren Touren schon seit Jahren vollkommen aus. Wenn Du also noch keine geeignete Regenjacke* hast, reicht für den Anfang sicherlich eine kostengünstigere aus. Ich habe damals etwa knapp 100 Euro bezahlt.

Merinoshirts
Merinowolle ist deshalb so praktisch, weil sie auf eine besondere Art Schweiß auffängt und den Geruch bindet. Diese Shirts kannst Du tagelang tragen ohne sie zu waschen.* Die Formel: Ein Merinoshirt pro Woche 😉

Hüttenschuhe
Auf DAV-Hütten kannst Du meistens Hüttenschuhe ausleihen, auf private Hütten musst Du deine eigenen Schuhe mitbringen. Wenn Du keine Informationen dazu hast, pack am besten ein paar leichte Flipflops ein. Wanderschuhe sind in den Hütten nicht gestattet.

Wandersocken & Wollsocken
Wandersocken* solltest Du nach meiner Erfahrung lieber eine Nummer kleiner kaufen, wenn Du gerade zwischen zwei Größen liegst. Und, so eklig es auch klingen mag: In frisch gewaschenen Socken läufst Du dir schnell blasen. Ignorier also den Gestank und zieh die Socken ruhig mehrere Tage hintereinander an. Für hinterher eignen sich am besten echte Wollsocken:* Die halten auch in Hüttenschuhen richtig warm.

Leggins/bequeme Hose
Hier haben wir Frauen es einfach gut: Die Leggins/Skiunterwäsche* kann ich sowohl auf Hütte anziehen, ohne dass es blöd aussieht, im Zweifelsfall aber auch noch unter der Wanderhose tragen, falls es kalt wird. Männer sieht man eher selten in Skiunterwäsche beim Bier sitzen… 😉 Deshalb: Eine bequeme Hose für die Hütte für die Männer, Skiunterwäsche für die Frauen.

Mütze, Schal & Handschuhe
Es war Anfang September und es fiel Schnee… das passiert in den Bergen schon einmal. Auch im Juli hatte ich morgens schon Temperaturen um die Null Grad. Pack also unbedingt auch Schal, Handschuhe und ein Buff-Tuch ein. Die Buff-Tücher kannst Du als Mütze, Stirnband, Schal oder Haarband tragen* und sie sind verdammt leicht und platzsparend. Perfekt also fürs Wandern, wenn Du manchmal minütlich zwischen schwitzen und frieren wechselst.

Essen & Trinken

Campingkocher & Gas
Da ich auf Wanderungen am liebsten Frühstück und Mittag selbst mache, darf ein kleiner Gaskocher nicht fehlen. Trotzdem: Mehr als Tee und Kartoffelbrei koche ich damit auch nicht, sodass die kleinste Ausgabe des Campingaz Kocher* und eine 240g Kartusche vollkommen ausreichen. So eine Kartusche reicht etwa für 2-3 Wochen, wenn Du täglich zwei Becher Wasser kochst.

Tatonka-Becher
Dieser Becher ist deshalb so praktisch, da man ihn direkt auf den Kocher stellen kann und sich die Klappgriffe dabei trotzdem nicht erhitzen. Mit diesem Becher hast Du also Kochtopf und Tasse in einem.* Innen gibt es außerdem eine Messskalierung, was ziemlich praktisch für Tassensuppen & ähnliches ist. Und das beste: Lustigerweise passt auch noch die Campingaz Kartusche millimetergenau in den Becher, sodass Du auch noch ein bisschen Platz im Rucksack sparst.

Taschenmesser
Der Klassiker… Ein schweizer Taschenmesser.* Einfach, weil ich das Messer, das mir mein Opa vor vielen Jahren geschenkt hat immernoch habe und es nicht ein Zeichen einer Gebrauchsspur hat. So hast Du ein Messer zum Essen, eine Schere für die Pflaster und einen Öffner fürs Gipfelradler.

Göffel
Eine liebevolle Kombination aus Gabel und Löffel. Leicht und albern, perfekt für leichtes Wandergepäck. Megöffel oder jegliche andere Kombi aus Messer, Gabel und Löffel sind bisher aber einfach durchgefallen, da die Messer oftmals nur als Atrappe dienen und kaum einen Grashalm schneiden. Inzwischen gibt es auch Göffel aus Holz, viel nachhaltiger also als Kunststoff.*

Sigg-Trinkflasche
Als Kind war mir meine bunte Sigg-Trinkflasche irgendwann peinlich, später habe ich mir mit Freude eine neue gekauft. Die Flaschen sind sehr stabil, leicht und geschmacksneutral.* Und obwohl ich trotzdem schon einige Dellen in der Flasche habe, blättert die Beschichtung nicht ab. Außerdem kannst Du, wenn der Schraubverschluss doch irgendwann im Eimer ist, einen neuen nachkaufen, statt einer neuen Flasche. Meine habe ich inzwischen seit 5 Jahren. DAS darf sich Nachhaltigkeit nennen.

Weg-Proviant
Hier musst Du erfinderisch sein… Ich nehme bspw. gern Nüsse, Kekse, Schokolade, Trockenobst, Kaminwurzel, Schmelzkäse, Knäckebrot und Kartoffelbrei (die Tassen-Portionen) mit oder fülle den Inhalt von 5-Minuten-Terrinen in kleine Tüten ab. Das ist natürlich alles andere als ausgewogen und gesund, aber leicht und praktisch für eine kurze Tour. Für eine längere Tour solltest Du aber auch richtige Trekking-Nahrung einpacken.*

Bad & Hygiene

Reise-Handtücher
Zugegeben, der Mikrofaserstoff fühlt sich auf nasser Haut gewöhnungsbedürftig an, aber das Gewicht und die Größe sind einfach unschlagbare Argumente. Weil die Handtücher außerdem so schnell trocknen, sind sie perfekt fürs Reisen und Wandern. Meine Handtücher der Marke Nordkamm und begleiten mich nun schon mehrere Jahre auf meinen Reisen.

Kulturbeutel in Miniausgabe
Soll heißen: Shampoo, Duschgel oder was auch immer Du brauchst in Mini-Ausgaben, gekauft beim Drogerie-Markt deines Vertrauens 😉 Oder ein ganz heißer Tipp: Apotheken haben oftmals Salben-Becher, die viel zuverlässiger schließen als jede Reise-Tube oder -Flasche, die ich bisher getestet habe. Frag also das nächste Mal in der Apotheke um die Ecke nach. Die Preise liegen im Cent-Bereich. Vergiss auch nicht eine kleine Flasche Sonnencreme einzupacken.

Minireiseapotheke & Pflaster
An dieser Stelle möchte ich keine Empfehlung geben, schließlich bin ich kein Apotheker. Ein Blister Paracetamol, Nasenspray, Hustentabletten, Imodium und Tabletten gegen Bauchkrämpfe habe ich trotzdem immer dabei. Alles was stärkere Tabletten braucht, ist in der Regel sowieso Grund für den Abstieg. Außerdem ein großes Packen Pflaster zum selber schneiden, falls doch mal eine Blase entsteht.

Sonstiges

Hüttenschlafsack & Ohropax
… gehören einfach zusammen. Ein Hüttenschlafsack ist ein dünnes Schlafsack-Inlay aus Baumwolle* und viel leichter und kleiner als richtige Schlafsäcke. So einen brauchst Du unbedingt, da sie auf jeder Hütte Pflicht sind. Andernfalls musst Du einen ausleihen… das kostet dann schon mal 10 Euro und macht wirklich keinen Spaß. Die Ohropax sind außerdem essentiell gegen Schnarcher im Matratzenlager.

Bargeld & DAV Ausweis
Auf den Hütten kannst Du (meist) nicht mit Karte zahlen. Pack deswegen genügend Bargeld ein und vergiss nicht den DAV-Ausweis. Die DAV-Mitgliedschaft verschafft Dir auf den Vereinshütten viele Rabatte für die Übernachtung, aber auch fürs Essen. Mein Jahresbeitrag hat sich nach zwei Hüttenübernachtungen immer schon wieder ausgezahlt.

Wanderstöcke
Meine Wanderstöcke der Marke Leki* sind inzwischen seit gut 20 Jahren in Familienbesitz. Ich will nicht sagen, dass sie unzerstörbar sind, inzwischen haben sie aber schon weit mehr als 2000 Wanderkilometer hinter sich. Deshalb würde ich jederzeit, falls ich doch einmal neue brauche, wieder welche der Marke Leki kaufen… diesmal aber vielleicht lieber mit Kork- statt Kunststoffgriffen.

Panzertape
Auch auf der letzten Wanderung habe ich wieder eine Frau getroffen, deren Sohlen sich von den Schuhen gelöst haben. Genau für solche oder andere kuriose Fälle lohnen sich ein paar Bahnen Panzer-Tape*, am besten um die Trinkflasche gewickelt. So musst Du nicht die schwere Rolle mitnehmen.

Packsäcke
Die Kleidung packe ich immer noch einmal gesondert in Packsäcke*, da bei Regen zwar keine Feuchtigkeit direkt in den Rucksack dringt, die Sachen aber trotzdem klamm werden. Achte darauf, dass Du keine Packsäcke mit Klettverschluss nimmst… daran reißt Du dir nur deine Sachen kaputt.

Hirschtalg
Am besten, Du cremst deine Füße damit schon eine Woche vorher ein. Hirschtalg macht die Hornhaut ganz weich, sodass Du Dir keine Blasen reibst.* Auch unterwegs… immer eine Schicht vom Hirschtalg, bevor Du in die Socken schlüpfst.

Fertig zum Wandern? Hier gibt’s die perfekte Tour:

  • Ein Hüttenwochenende am Duisitzkarsee

    Ein perfektes Wochenende in den Bergen: Mitten in der Steiermark liegt der wundervolle Duisitzkarsee. Im Beitrag erfährst Du, wie dort hin kommst, wo Du schläfst und wohin Du wandern kannst. > Zum Beitrag

  • Eine Wanderwoche auf der Lechquellenrunde

    Sechs Tage pure Wanderlust! Auf der Lechquellenrunde erlebst Du spektakuläres Alpenpanorama und echtes Hüttenfeeling. Das beste: Es gibt Schlechtwetter-Routen, sodass Du unabhängig vom Wetter planen kannst. > Zum Beitrag

  • In 500 Kilometern von Österreich nach Italien & Slowenien

    Wenn es ein bisschen mehr sein darf, ist der Alpe Adria Trail ein wunderbarer erster Trail, der Dich vom Großglockner, nach Italien und durch das atemberaubende Soca-Tal führt. Für dieses Abenteuer brauchst Du vier Wochen. > Zu den Beiträgen

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