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Reise-Guide Marokko: Alles, was Du wissen musst!

Wenn „Marokko“ und „Marrakesch“ in meinen Ohren klingen, verfalle ich unweigerlich in Tagträumereien von 1001 Nacht, exotischen Märkten, bunten Gewürzen und ihren aromatischen Düften, Oasen aus Mosaiken und orientalischen Teppichen, vollbeladene Souvenirstände, Palmenlandschaften Kamelkarawanen und Muezzin-Gesängen, die über die golden schimmernden Dächer der Städte schwirren. Und wirklich – Marokko hat sich mir während meiner 8-tägigen Reise nach Imlil, Essaouira und Marrakesch in all dieser bunten, vielseitigen Pracht gezeigt. 

So exotisch, spannend und inspirierend das Land aber auch ist, so herausfordernd können auch die kulturellen Gegebenheiten sein, die das Leben in einem muslimisch geprägten Land bestimmen. In diesem Artikel findest Du alle nötigen Informationen zu Anreise, Unterkünften, Transportmitteln, Essen & Trinken, zur Religion und was Du diesbezüglich als Reisende*r beachten musst, Informationen zum Geld und eine Auflistung typischer Reisekosten, Tipps zum Verhandeln auf den Basaren und zum Fotografieren und auch einige Hinweise zum Umgang der Marokkaner mit Tieren.

Anreise

Die Anreise nach Marokko gestaltet sich durch das große Angebot an Direktflügen sehr einfach. Von nahezu jedem deutschen Flughafen fliegt man mit Ryanair in 4-5 Stunden nach Marrakesch. Alternativ bietet sich auch ein Flug in den Ferienort Agadir an – vorausgesetzt, man möchte eben dort hin. Der Flughafen in Essaouira wiederum ist so schlecht angebunden, dass man ihn nur mit mehrmaligem Umsteigen erreicht. Solltest Du nicht von Deutschland aus fliegen, kann sich aber ein Blick in Skyscanner lohnen. Alternativ, wenn Du beispielsweise auf einem Roadtrip unterwegs bist, erreichst Du Marokko aber auch per Schiff von Tarifa, Gibraltar oder Algeciras in Spanien. Von beiden Orten fahren Fähren nach Tanger.

Vom Flughafen Marrakesch Menara in die Stadt

Der Flughafen Menara liegt etwa 6 km außerhalb des Stadtzentrums von Marrakesch. Wenn Du von dort in die Innenstadt möchtest, kannst Du entweder eines der vielen Taxis vor dem Flughafen für ca. 80 Dirham nehmen oder den Bus für 30 Dirham. Die Bushaltestelle liegt linkerhand der Abfertigungshalle.

 

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Marokko benötigst Du lediglich einen (vorläufigen) Reisepass, der noch die nächsten 6 Monate gültig ist. Mit diesem kannst Du visumfrei für 90 Tage in Marokko bleiben. Eine Verlängerung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Mehr Informationen findest Du auf der Website des Auswärtigen Amts. Die Kontrollen am Flughafen in Marrakesch waren sehr unkompliziert und es dauerte nicht viel länger als in Deutschland, um nach der Landung den Flughafen zu verlassen.

 

Sicherheit in Marokko

Zugegeben, nach dem Mord an den beiden Skandinavierinnen im Dezember 2018 in Imlil, habe ich mich anfänglich schon etwas mulmig gefühlt, als ich in Marrakesch ankam. Meine Bedenken haben sich jedoch sehr schnell zerschlagen. Alle Menschen, die ich traf, waren ausnahmslos höflich und freundlich, sodass ich mich nie irgendwo unsicher fühlen musste. In Marrakesch habe ich meine Wertsachen natürlich trotzdem am Körper getragen statt im Rucksack und habe darauf verzichtet, wie sonst immer mit den Fuffis zu wedeln. Spaß. Wie in jeder Großstadt gelten auch hier die Grundregeln: Wertsachen körpernah tragen (vor allem den Pass), das Geld nicht offen zeigen und eine geeignete Tasche wählen.

Trotzdem empfehle ich Dir vor deiner Reise einen Blick auf die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu werfen, vor allem dann, wenn Du nicht den Touristen-Routen folgen willst.

 

Übernachten – Wohnkultur aus 1001 Nacht

In Marokko übernachtet man landestypisch in sogenannten Riads. Genau genommen sind Riads Gebäude, die in ihrem Innenhof über einen Brunnen und einen Garten verfügen. Da es in Marokko aber unzählige Riads gibt, die als Hotel genutzt werden, hat sich umgangssprachlich das Wort “Riad” als Synonym für Hotel durchgesetzt. Diese Riads sind von außen wirklich sehr unscheinbar. Tritt man aber erst einmal durch die Tür, offenbaren sich Zauberwelten wie aus Tausend und einer Nacht. Die offenen Innenhöfe sind meist dekoriert mit aufwändigen Mosaiken und Teppichen, in der Mitte befinden sind Brunnen oder sogar kleine Pools und ringsherum gibt es gemütliche Sitzmöglichkeiten. Die Zimmer liegen dann in mehreren Etagen rings um den Innenhof und mit etwas Glück findest Du oben eine Dachterrasse, von der Du vielleicht sogar die Umgebung sehen kannst.

Die Riads kannst Du inzwischen je nach Belieben in jeder erdenklichen Preiskategorie buchen. Wenn Du besonders günstig unterwegs sein willst, gibt es aber auch Hostels, in denen Du gegebenenfalls noch günstiger übernachtest. Im Beitrag zu meiner Reiseroute und den jeweiligen Artikeln zu Imlil, Essaouira & Marrakesch findest Du Infos zu den Unterkünften, in denen ich übernachtet habe.

www.airbnb.de/c/magdal8

 

Von A nach B: Transportmittel in Marokko

In Marokko ist es nicht schwer, von einem Ort zum anderen zu kommen. Je nachdem, wo Du dich bewegst und was dein Ziel ist, stehen Dir Busse, Taxis, Sammeltaxis, Grand-Taxis und Züge zur Verfügung.

Um zwischen (größeren) Städten hin- und herzukommen, lohnt sich beispielsweise die Fahrt mit den Busunternehmen CTM oder Supratours. Die dreistündige Fahrt von Marrakesch nach Essaouira kostet mit diesen Bussen etwa 7,50 Euro. Lokale Busunternehmen sind sogar noch etwas günstiger. Die gleiche Strecke kostet Dich dann nur zwischen 2 und 4 Euro. Alternativ kannst Du auch nach einer geeigneten Zugverbindung des marokkanischen Bahnunternehmens ONCF schauen. Besonders längere Strecken wie von Marrakesch nach Fes oder von Tanger in den Süden stelle ich mir im Zug deutlich bequemer vor als in einem Bus.

Esel – das wohl meist genutzte Transportmittel der Marokkaner auf dem Land

Um in kleinere Städte oder Dörfer wie Imlil zu kommen, die von den “Luxusbussen” nicht angefahren werden, musst Du ein sogenanntes “Grand Taxis” nehmen. Die Grand Taxis werden privat betrieben und sind deshalb etwas teurer als die normalen Taxis. Der Fahrpreis wird durch die Anzahl der Mitfahrer geteilt – es kann sich also durchaus lohnen, andere Reisende anzuquatschen und nach ihren Plänen zu fragen. Für die zweistündige Fahrt von Marrakesch nach Imlil musst mit etwa 10-15 Euro pro Person rechnen.  

Innerorts kommst Du am besten und günstigsten mit Taxis voran. 10 Minuten Fahrt kosten dann etwa 1 Euro. Vergiss aber nicht, vor jeder Fahrt unbedingt den Preis zu verhandeln. In Marrakesch gibt es alternativ auch Busse, doch die sind angesichts der günstigen Taxipreise kaum attraktiver, wenn natürlich auch bedeutend umweltfreundlicher.

 

Essen & Trinken: Die marokkanische Küche

Die marokkanische Küche

Marokko ist ein Paradies für gutes Essen! Die marokkanische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und ihre harmonischen Kombinationen, die sich aus berberischen, andalusischen, afrikanischen, jüdischen und osmanischen Einflüssen zusammen setzen – den kulinarischen Spuren von Nomaden, Einwanderern und Eroberern. Besonders typisch sind die sogenannten Tajines – Gemüse- und Fleischgerichte, die in den speziellen kegelförmigen Tontöpfen gegart werden. Schweinefleisch suchst du in Marokko aufgrund der Religion natürlich vergeblich. Stattdessen findest du Hähnchen-, Rind-, Lamm- und Ziegenfleisch auf der Karte, aber auch sehr viele vegetarische Gerichte mit dem reichhaltigen Gemüseangebot des Landes.

Eingelegte Salzzitronen: Eine marokkanische Spezialität, die zum Beispiel in Tajines mit Hühnerfleisch verwendet wird.

Gemüse-Tajine mit Kartoffeln, Erbsen, Oliven, Zucchini, Aubergine und Karotte in einer würzigen Tomatensoße.

Darüber hinaus ist die Küche natürlich geprägt durch seine vielen Gewürze: Kreuzkümmel, Kurkuma, Safran (den Du in Marokko übrigens deutlich günstiger kaufen kannst als bei uns), Petersilie und Koriander, Zimt und Ingwer. Besonders bekannt ist auch die Gewürzmischung “Ras-el-Hanout” – eine Zusammensetzung aus 35 verschiedenen Gewürzen. Die Marokkaner witzeln gern, es sei das Gewürz für schlechte Köche. Für Laien der marokkanischen Küche ist es aber die wohl beste Möglichkeit, den Geschmack des Landes mit nach Hause zu nehmen. Wie überall gilt aber auch hier in Marokko: Wenn Du gut und landestypisch essen willst, dann geh dorthin, wo die Einheimischen essen.

Diese Gerichte findest Du in Marokko überall:

  • Tajines – mit Gemüse oder Fleisch, ganz nach deinem Geschmack. Den Fleischliebhabern empfehle wärmstens das Zitronen-Hühnchen.
  • Couscous – ebenfalls in allen erdenklichen Varianten, mit Fleisch oder vegetarisch
  • Harira – eine Suppe aus Linsen und Kichererbsen
  • Kebab (Spieße aus Lammfleisch) und Kefta (Spieße aus Lammhack)

Zum Nachtisch servieren die Marokkaner gern süßes Gebäck, meist aus Mandeln, Pistazien oder anderen Nüssen. An den unzähligen Ständen kannst Du aber auch getrocknete Früchte wie Datteln, Feigen und Pflaumen kaufen.

Vegan in Marokko

Während meiner Reise, vor allem während des Aufenthalts in Imlil, wäre es schwer möglich gewesen, ausschließlich vegan zu essen. In der Douar Samra, meiner Unterkunft in Imlil, wurde an beiden Abenden eine Tajine mit Fleisch serviert. Als Vorspeise gab es verschieden zubereitetes Gemüse mit Brot, doch das hätte kaum satt gemacht. In Essaouira und Marrakesch ist es wiederum leicht, sich vegan zu ernähren – zumindest für Mittag- und Abendessen finden sich eine Reihe veganer Restaurants. Frühstück gab es jedoch immer in der Riad und das bestand immer aus Crepes, Butter, Frischkäse, Joghurt und Eiern.

Trinken in Marokko

Auf Alkohol musst Du in Marokko aufgrund der Religion beim Essen (leider) verzichten. Es aber gibt einige Restaurants, die trotzdem alkoholische Getränke ausschenken. Die Hotel- und Hostelbetreiber können Dir sicherlich Tipps geben. Ich genieße den Zwangsentzug in muslimisch geprägten Ländern immer sehr und meist fällt es mir nach wenigen Tagen überhaupt nicht mehr auf, dass ich bei einem guten Abendessen doch eigentlich auch gern ein Glas Wein trinke. Dafür haben die Marokkaner eine anderes, wundervolles Trinkritual: Immer dann, wenn man das Haus eines Fremden betritt, schenken die Marokkaner ihren Gästen ein Glas starken Pfefferminztee, gesüßt mit viel Zucker oder Honig, aus – natürlich auch dann, wenn man in einer Riad eincheckt.

Wichtig: Das Leitungswasser solltest Du in Marokko auf keinen Fall trinken. Achte beim Kauf von Wasserflaschen auch immer darauf, dass der Verschluss “bricht” und Du keine wiederbefüllte Flasche erwischt hast. Das bedeutet auch, dass Du auch bei Salaten und Cocktails mit Eis immer ein wenig skeptisch sein solltest.

 

Reisekosten, Geldfragen & Handeln

Obwohl es in den größeren Städten inzwischen viele luxuriöse (und damit auch teurere) Unterkünfte und Restaurants gibt, ist Marokko noch immer ein sehr günstiges Backpacker-Paradies. Bezahlt wird in der marokkanischen Landeswährung Dirham. Am Flughafen kannst Du hinter der Passkontrolle unkompliziert und gebührenfrei Geld tauschen und in größeren Städten wie Marrakesch und Essaouira findest Du zusätzlich zu den Wechselstuben überall ATMs. In kleine Orte wie Imlil solltest Du aber immer ausreichend Bargeld mitnehmen.

Wichtig: Es lohnt sich kaum, vorher bei einer Reisebank Geld zu tauschen. Nicht nur, weil die hiesigen Reisebanken im Gegensatz zu den marokkanischen Wechselstuben Gebühren erheben, sondern auch, weil man gerade einmal 1000 Dirham (ca. 90 Euro) einführen darf. Auf dem Rückflug ist es außerdem nicht erlaubt, Dirham auszuführen. Deine letzten Klimperlinge wird aber vermutlich keiner nachzählen 😉

Um Dir einen Überblick über typische Kosten zu verschaffen, habe ich einige meiner Ausgaben zusammengefasst:

  • eine Übernachtung in einer Riad (mittleres Preisniveau): 20 – 45 Euro   
  • eine Tajine oder eine Portion Couscous: 4,50 – 5,50 Euro
  • ein Pfefferminztee/ ein Orangensaft: 0,70 – 1,00 Euro
  • eine Flasche Wasser: 0,50 – 1,00 Euro
  • 10-minütige Taxifahrt innerorts: 1,00 Euro
  • Busfahrt mit CRM von Marrakesch nach Essaouira: 7,50 Euro
  • Eintritte zu Sehenswürdigkeiten in Marrakesch: 4,60 – 6,50 Euro

Handeln

Das A&O beim Einkaufen in Marokko ist das Verhandeln. Ohne Preisverhandlungen wirst Du ansonsten schlichtweg über den Tisch gezogen. Der Inhaber einer Riad, in der ich übernachtet habe, gab mir den Tipp immer zuerst die Hälfte des Preises zu nennen, den ich bereit war zu zahlen. Wollte ich ein Tuch also für 5 Euro haben, nannte ich zuerst mein Gebot von 2,50 Euro. Diese Taktik hat bis auf wenige Ausnahmen immer funktioniert. Im Zweifelsfall hilft es, wenn Du dich einfach umdrehst und gehst. Spätestens dann sind die Verkäufer bereit auf dein Angebot einzugehen. Bedenke dabei aber immer, dass die Menschen mit dem Verkauf ihrer Waren an Touristen oftmals den Lebensunterhalt für ihre Familien bestreiten. Ein paar Ohrringe, das mit 20 Dirham ausgepriesen war (1,85 Euro), habe ich natürlich auch einfach für diesen Preis gekauft.

 

Land Gottes: Informationen zur Religion

Im Islam gibt es keinen anderen Gott als Allah. Allein sein Werk ist unfehlbar. So sind die Innenräume prachtvoller königlicher Paläste wie die des El Badii in Marrakesch zwar mit erlesenen Fliesen in aufwändigen Mosaiken dekoriert, doch fügten die Kunsthandwerker absichtlich Fehler ein, um nicht mit Allahs Unfehlbarkeit zu konkurrieren. Allein dieses Beispiel steht sinnbildlich für die allumfassende Rolle, die die Religion im Leben der Marokkaner spielt. Jeder Bereich ihres täglichen Tuns wird von ihr bestimmt. Seien es die fünf Gebete, zu denen der Muezzin die Männer Tag für Tag in die Moschee ruft,
das Verbot von Alkohol und Schweinefleisch oder das Fasten während des Ramadan, die Tatsache, dass selbst die Kleinsten schon ab dem 3. Lebensjahr die Koranschule besuchen oder die Kleidung der Frauen.

Wenn man einmal von den Muezzin-Gesängen um 6.30 Uhr absieht, bedeutet das für uns als Reisende einige, kleine (aber wie ich meine zu vernachlässigende) Einschränkungen. Nicht-Muslimen ist es in Marokko verboten religiöse Einrichtungen zu betreten und man sollte darauf achten, engen Körperkontakt und Zärtlichkeiten mit dem Partner in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Zudem solltest Du dich nach Möglichkeit “angemessen” kleiden – also die Schultern und Knie bedecken. In Marrakesch gehören Touristen in kurzen Shorts zwar bereits zum alltäglichen Bild, trotzdem – so finde ich – sollte man wenigstens so respektvoll sein, dass man den Popo zurück in die Hose schiebt und auf allzu knappe Oberteile verzichtet.

 

Fotografieren in Marokko

Marokko ist mit seinem sonderbar warmen Licht, seinen Märkten und bunten Farben, seiner bezaubernden Architektur mit ihren vielen dekorativen Elementen und den stolzen Gesichtern der Einwohner ein echtes Paradies für Fotografen. Wenn es allerdings um das Fotografieren von Menschen geht, ist besonders viel Feingefühl geboten. Wie überall auf der Welt ist es natürlich auch in Marokko schlichtweg unhöflich, Menschen ungefragt zu portraitieren. Hinzu kommt in muslimisch geprägten Ländern wie Marokko jedoch das Abbildungsverbot, das Du unbedingt im Hinterkopf behalten solltest.

Obwohl es keine eindeutige Formulierung im Koran gibt, verbietet der Islam die bildliche Darstellung von Menschen und Tieren. Die Auslegung des Abbildungsverbots reicht – je nach Auslegung – von einer grundsätzlichen Ablehnung von Bildern aller Lebewesen bis hin zur eingeschränkten Genehmigung von Bildern, solang diese nicht religiös verehrt werden. Während einige Leute, vor allem die Händler auf dem Djeema El Fna, die Fotos der Touristen zu einem lukrativen Nebenerwerb gemacht haben, gibt es dennoch auch viele Menschen, die sich streng an das Bilderverbot halten. Deshalb solltest Du darauf achten, immer wenigstens mit einer Geste oder einer Andeutung der Kamera um Erlaubnis zu bitten. Diejenigen, die nicht fotografiert werden wollen, werden sich dann schnell (laut) bemerkbar machen. Am Anfang kann das ziemlich einschüchternd sein, doch nach ein paar Tagen wirst Du dich sicherlich eingrooven und ein Gefühl für die Menschen entwickeln.

Wichtig: Das Fotografieren von öffentlichen Einrichtungen wie Botschaftsgebäuden und Militäranlagen ist in Marokko verboten. Deshalb solltest Du auch auf Fotos von Polizisten, Soldaten, Limousinenkolonnen und ähnlichen Motiven verzichten.

 

Tiere

Marokko ist nicht unbedingt für seinen Tierschutz bekannt – um es ganz vorsichtig auszudrücken. Wenn Du diesbezüglich schwache Nerven hast, kann eine Reise hierher sogar echt aufwühlend sein. Pferdekutschen auf dem Djeema el Fna in Marrakesch, Affen geführt an kurzen Metallketten, Schlangenbeschwörer, Igel, Schildkröten, Vögel und Reptilien in winzigsten Käfigen, gestapelte Tierfelle von jedem erdenklichen afrikanischen Tier, überladene Esel und die Fleischereien, in denen Ziegenköpfe, Innereien und Fleischstücke jeder Art liegen wirst Du (in Marrakesch) überall sehen.

Allerdings – so ging es zumindest mir – hat die Umgebung auf den Märkten meist dazu geführt, dass all diese schrecklichen Dinge in der schieren Masse an Verkaufsständen und Menschen untergegangen sind. Wenn einem diese Anblicke also sehr zusetzen, ist es meistens möglich, diesen Situationen sehr schnell zu entkommen. Als Tourist hast Du natürlich auch schon viel geholfen, wenn Du die Pferdekutschen meidest, auf Esel-Transporte verzichtest, die vor allem auf den Dörfern und in den Bergregionen angeboten werden und die “Gaukler” und Schlangenbeschwörer mit ihren Tieren möglichst ignorierst.


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