Herbstwandern in Mecklenburg-Vorpommern: 6 Touren an Meer, Fluss & See

Herbstwandern in Mecklenburg-Vorpommern: 6 Touren an Meer, Fluss & See

Herbstwandern in Mecklenburg-Vorpommern: 6 Touren an Meer, Fluss & See

Keine Frage, Wasser ist das bestimmende Element in Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als 2000 Seen prägen die Landschaft der Mecklenburgische Seenplatte, während an der Küste im Herbst die stürmische See die Ufer peitscht. Dass man in Mecklenburg-Vorpommern hervorragend Kanu, Kajak und SUP fahren kann, muss ich also wirklich nicht näher erklären. Wusstest Du aber, dass es sich hier, im Land des Wassers, auch wahnsinnig gut wandern lässt? Nachdem ich vor kurzem im Fläming meine erste “Flachlandwanderung” gemacht habe, wusste ich, dass fehlende Berge ganz bestimmt kein Indiz für Langeweile sind – auch, wenn ich vor dieser Erfahrung so meine Zweifel hatte. 😉 Ganz besonders dann nicht, wenn man die freie Wahl hat zwischen dichten Buchenwäldern, sonnigen Stränden, hochgelegenen, wilden Klippen, Leuchttürmen und Uferwegen, die einen immer ganz dicht ans funkelnde Wasser führen. 

In diesem Artikel findest Du eine Übersicht aus sechs verschiedenen Touren in sechs verschiedenen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, die Dir jede Menge spannende und entspannende Naturerlebnisse bieten. Zu jeder Tour findest Du [in Kürze] außerdem einen separaten Artikel, der ein bisschen detaillierter auf die Wanderung und die jeweilige Region eingeht.

Wandern im Warnow Durchbruchstal: Auf den Spuren von Eisvogel & Biber

Länge: 3,7 km
Dauer: 1:30 h
Höhenmeter: 110 positiv, 110 negativ

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Zugegeben, die Wanderung durchs Warnow Durchbruchstal ist keine sportliche Herausforderung und gleicht wohl eher einem ausgedehnten Spaziergang. Trotzdem darf sie auf dieser Liste auf keinen Fall fehlen. Hier, im Naturpark, ragen schönste Mischwälder von den Steilhängen auf, an deren Fuß der kleine Fluss wild und sprudelnd die Endmoräne durchbricht. Dank der Tatsache, dass das Gebiet 1965 unter Naturschutz gestellt wurde, lassen sich mit etwas Glück sogar Eisvögel, Biber und Otter beobachten, die hier am Flusslauf ihren natürlichen Lebensraum  finden. Doch auch wenn nicht, sind die malerischen Holzbrücken, die Wege entlang saftig grüner Wiesen mit den grasenden Schafen und das leuchtende Blätterdach der Buchen schon Grund genug für diesen Ausflug. Ganz besonders im Herbst, wenn dann auch noch die Pfaffenhütchen ihre roten Blätter tragen und das Laub unter den Füßen raschelt, wandelt man hier schlicht im Paradies.

Im Beitrag „Wandern in Warnowtal: Auf den Spuren von Eisvogel & Biber“ findest Du mehr Details zur Wanderung, Ausflugstipps für die unmittelbare Umgebung des Warnowtals und eine richtig tolle Unterkunft. 

Wandern bei Rostock und Warnemünde: Heilende Luft schnuppern auf den Thalasso-Wegen

Länge: 10,8 km
Dauer: 2:45 h
Höhenmeter: 15 positiv, 15 negativ

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Wandern ist für mich noch immer das Allheilmittel gegen alles. Stress, schlechte Laune, Sorgen, Kopfschmerzen… wenn es mir mal nicht so gut geht, würde ich mich zwar oft am liebsten verkriechen, doch weil ich ganz genau weiß, dass das selten etwas bringt, gehe ich in solchen Situationen noch viel bewusster nach draußen als sonst schon. Je mehr Natur und Wetter, desto besser. Genau dieses Prinzip macht man sich in Warnemünde zunutze und konzipierte die sogenannten Thalasso Wanderwege. Sonne, Wasser, Wind, die salzige Meeresluft und die duftenden Küstenwälder bilden ein Klima mit buchstäblich heilsamer Wirkung. Doch ganz egal, ob Du nun gerade äußere Heilung brauchst oder nur mal eine frische Meeresbrise atmen willst, bringen diese Wege die perfekte Auszeit.

Im Beitrag „Frische Meeresbrise: Wandern auf den Thalasso-Wegen bei Warnemünde“ findest Du mehr Details zur Wanderung, Impressionen aus Warnemünde und Tipps für deinen Ausflug nach Rostock.

Wandern auf Fischland-Darß-Zingst: Das spektakuläre Erlebnis der Hirschbrunft

Länge: 12,2km
Dauer: 3:00 h
Höhenmeter: 20 positiv, 20 negativ

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Auf dem Darß habe ich auf dem Leuchtturmweg tatsächlich eine der spektakulärsten Wanderungen erlebt, die ich je unternommen habe. Doch ganz von vorn: Der Leuchtturmweg führt von Prerow aus entlang des Strandes, durch Dünen und über Holzbohlen zum Darßer Leuchtturm und durch duftende Kiefernwälder zurück in den beschaulichen Ort. Auf einem Großteil des Weges bewegt man sich dabei durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Was im ersten Moment neben der allgemeinen Romantik des Weges noch keine großen Überraschungen vermuten lässt, wird im Herbst jedoch zur Kulisse eines spektakulären Naturereignis. Dann nämlich sind die riesigen Hirsche unterwegs auf Brunft und rufen in unglaublicher Lautstärke nach ihren zukünftigen Rehdamen. Weil die Hirsche sich im Gebiet des Darßer Orts in einem jagdfreien Wildschutzgebiet befinden, sind sie dabei besonders “unvorsichtig” und lassen sich immer wieder zwischen den hohen Schilfgräsern und Bäumen blicken, sodass es mitunter nicht mal ein Fernglas braucht, um sie zu entdecken.

Im Beitrag „Herbstwandern auf Darß-Zingst: Auf dem Leuchtturmweg zu den Hirschen“ findest Du mehr Details zur Wanderung und interessante Infos rund um die Hirschbrunft.

Wandern auf Rügen: Auf dem Hochuferweg entlang der Kreidefelsen

Länge: 13,5km
Dauer: 4:30 h
Höhenmeter: 500 positiv, 500 negativ

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Die Wanderung auf dem Hochuferweg auf Rügen zählt wohl zu den Klassikern der Wandererlebnisse in Mecklenburg-Vorpommern. Auf knapp 14 Kilometern erlebt man hier zwischen Lohme und Sassnitz die atemberaubende Landschaft der Kreidefelsen. Wie Schutzwälle ragen sie steil aus der windgepeitschten Ostsee auf. Unbarmherzig sind die Wälder auf den Klippen den Stürmen ausgesetzt und setzen sich aber mit ihren mächtigen Stämmen eisern zur Wehr. Gut für uns Wanderer, denn wir finden hinter ihnen auch in der kalten Jahreszeit genügend Schutz, um die Szenerie im Angesicht von Wind und Regen in vollen Zügen zu genießen. Zumal ich behaupten möchte, dass erst solches Wetter die Wildheit der Kreidefelsen so richtig zur Geltung kommen lässt.

Im Beitrag „Wandern auf Rügen: Auf dem Hochuferweg entlang der Kreidefelsen“ findest Du mehr Details zur Wanderung, dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl und Tipps für lohnenswerte Ausflüge in der Umgebung.

Wandern auf Usedom: Eine zweitägige Wanderung auf den feinen Stränden der Bernsteinbäder

Länge: 32,2 km
Dauer: 8:00 h
Höhenmeter: 70 positiv, 70 negativ

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Usedom, der Ort für Promenadenflanierer und Picknickkörbchenträger? Pustekuchen! Sicher ist Usedom für seine Promenaden und Seebäder bekannt, für gediegene Spaziergänge oder Radtouren mit Fiffi im Körbchen, doch lässt sich die zurecht so beliebte Landschaft auch sportlicher genießen! Auf dem Erlebniswanderweg Nordusedom habe ich die nördliche Halbinsel auf insgesamt 33 Kilometern entlang seiner Küstenlinie von Nordwest nach Südost erwandert. Damit ist die Wanderung je nach Laune für eine ambitionierte eintägige Wanderung geeignet oder lässt sich alternativ auch easy in zwei Etappen unterteilen. Wenn Du dann auch noch mit dem Zelt unterwegs bist, kann man sogar fast von Trekking sprechen. Wenn Du dich also nach einem baltischem Bilderbucherlebnis sehnst, hast Du mit dieser Tour genau den Wanderweg gefunden, der dich zum Strand, der frischen Meeresbrise, Seebrücken, Fischrestaurants und durch magische Küstenwälder führt.

Im Beitrag „Auf Schatzsuche: Strandwandern entlang der Bernsteinbäder Usedoms“ findest Du mehr Details zur Wanderung, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten am Weg. 

Wandern in der Feldberger Seenlandschaft: Auf romantischen Wegen durch Falladas Heimat

Länge: 10,1 km
Dauer: 2:45 h
Höhenmeter: 40 positiv, 40 negativ

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Als ich in der Feldberger Seenlandschaft ankam, leuchtete die goldene Abendsonne durch das gelb und grün schimmernde Blätterdach der zahlreichen Alleen, die die Seen umgeben. In vollendeter Romantik ließ das Licht die schier endlose Wasseroberfläche des Sees in schönsten Blau- und Rosatönen funkeln. Schon bevor ich also am nächsten Tag überhaupt losgelaufen war, wusste ich, dass die Wanderung auf Falladas Fridolinweg wohl die schönste sein würde, die ich hier in Mecklenburg-Vorpommern erlebt habe.

Mit höchsten Erwartungen erreichte ich am nächsten Morgen das Ufer des Luzinsees bei Carwitz und wurde nicht enttäuscht. Wenig begangene Wege führten mich hier immer entlang des flachen Ufers bis zur Luzinfähre, die mich leise dahin plätschernd zur anderen Seite des Ufers brachte. Während den ersten Teil der Wanderung noch das Wasser dominierte, wartete hier der mächtige Buchenwald des Naturschutzgebietes rund um den Hauptmannsberg in himmlischer Ruhe darauf, von mir entdeckt zu werden. Vorbei an kleinen Mooren, an riesigen alten Eichen und durch lichtdurchflutete Birkenwälder kam ich nach einer kleinen Weile zurück nach Carwitz, dem wohl bedeutendsten Wohnort Hans Falladas. 

Im Beitrag „Wandern an den Feldberger Seen: Unterwegs auf Falladas Fridolinweg“ findest Du mehr Details zur Wanderung, Sehenswürdigkeiten am und Tipps, auf welcher Seeterrasse es sich am besten Kaffee trinken lässt.


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HINWEIS ZUR TRANSPARENZ/// DIESER BEITRAG ENTSTAND IN KOOPERATION MIT DEM TOURISMUSVERBAND MECKLENBURG-VORPOMMERN E. V.. MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG BLEIBT DAVON NATÜRLICH UNANGETASTET. IHR DÜRFT EUCH ALSO DARAUF VERLASSEN, DASS MEINE BEGEISTERUNG GANZ ECHT UND EHRLICH IST. INDIANEREHRENWORT.

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