Rund um Sintra & Cascais: 6 tolle Ausflugsziele und besondere Unterkünfte

Rund um Sintra & Cascais: 6 tolle Ausflugsziele und besondere Unterkünfte

Rund um Sintra & Cascais: 6 tolle Ausflugsziele und besondere Unterkünfte

Sintra, die portugiesische Stadt aus dem Märchenbuch. Doch nicht nur die Stadt mit ihren Palästen und Gärten verzaubert ihre Besucher – auch ihre Umgebung begeistert mit spektakulären Küstenlandschaften, versteckten Stränden, magischen Wäldern, mysteriösen Bauwerken und eleganten Städten. In diesem Beitrag findest Du 6 lohnenswerte Ausflugsziele in maximal 25 Kilometern Entfernung zu Sintra und Cascais – inklusive Restaurant-Tipps, konkreten Wanderrouten und einer Auswahl an 4 besonderen Unterkünften.

Wüstenexpedition in der Düne von Cresmina

Länge: 9,4 km
Dauer: 2.45 h
Höhenmeter: 170 + | 180 –
Tour bei Outdooractive

Und auf einmal war es, als stünde ich in einer Wüste… Die Cresmina Wanderdüne erstreckt sich über ein Gebiet von 66 Hektar – also etwa 92 Fußballfeldern – und bewegt sich ca. 10 Meter pro Jahr südwestlich in Richtung Meer. Mehrere Holzstege führen über die Hügel der Düne bis zum Praia do Guincho. Dort, wo die Stege längst im Sand der immer wandernden Düne verschwunden sind und Sandhügel sich zu allen Seiten auftürmen, würde es kaum verwundern, wenn im nächsten Moment eine Karawane vorbeiziehen würde. An den meisten Abschnitten findet sich jedoch üppige Dünenvegetation, in der man mit etwas Glück und zeitigem Aufstehen Bachstelzen, Sanderlinge und Sandregenpfeifer, aber auch Europäische Fransenfinger und Stülpnasenottern beobachten kann. 

Je nachdem, wie viel Zeit Du hast, kannst Du entweder den kurzen Spazierweg (ca. 2 km) über die Holzstege wählen oder deine Wanderung bis zum Praia do Guincho verlängern. In letzterem Fall erreichst Du nicht nur einen der schönsten Strände der Region, sondern genießt auch spektakuläre Blicke von den Klippen hinunter an die felsigen Ufer des Atlantiks.

Am Ende des Strands befindet sich außerdem die Bar do Guincho mit ihrer paradiesischen Sonnenterrasse. Solltest Du am Nachmittag unterwegs sein, lohnt es sich, die Wanderung nicht direkt am Recreation Center, sondern an der Bar zu beginnen. Auf diese Weise kannst Du den Tag dort mit einem Sundowner und einem der leckeren Fischgerichte ausklingen lassen.

Sonnenuntergang am Cabo da Roca

Es gibt keinen Punkt auf dem europäischen Festland, an dem Du der untergehenden Sonne näher sein könntest als am Cabo da Roca. 140 Meter ragen die Klippen an dieser Stelle aus dem Meer empor… so steil und hoch, dass einem beim Hinunterschauen fast schwindelig wird. Auf ihrer höchsten Erhebung thront zwischen Teppichen aus “Essbaren Mittagsblumen” der westlichste Leuchtturm des europäischen Festlandes. Im Sommer, wenn die Blumen in der Sonne ihre bunten Blüten öffnen, muss die Szenerie wirklich atemberaubend sein. Doch auch zu jeder anderen Zeit ist es vor allem der Gedanke daran, wie sich die Menschen hier einst gefühlt haben müssen, als sie glaubten, sie stünden am Rand der Welt, der den Ort zu fesselnd macht.

Tipp: Es gibt ausreichend Parkplätze am Cabo da Roca, jedoch zu wenige für den Ansturm in der Hauptreisezeit. Solltest Du also in den Ferien unterwegs sein, solltest Du den Ausflug lieber auf die Zeit zum Sonnenaufgang verschieben.

Bummeln und Abendessen in Cascais

Früher ein kleines Fischerdorf, präsentiert sich Cascais heute als stilvolle Küstenstadt mit beeindruckenden historischen Bauten, einem eleganten Zentrum und einem aufregenden Szeneviertel voller Restaurants. Bekannt ist Cascais aber vor allem für seine Postkarten-Kulisse am Leuchtturm de Santa Marta und dem Palast des Grafen de Castro Guimarães. Der eindrucksvolle Bau liegt hinter einer steinernen Brücke direkt am Meer und wird bei Flut vom Wasser umspielt. Mit einem Besuch des Museums ist es sogar möglich, den Turm zu besteigen. 

Auf dem Weg vom Leuchtturm in die Innenstadt streift man ein auffälliges, helles Karree: Das Citadel Art District. In seinem Inneren verbergen sich zahlreiche Ateliers und Concept Stores regionaler KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen. Für den Bummel durch das Karree solltest Du als KunstliebhaberIn tatsächlich ein Stündchen Zeit einplanen. So bleibt auch genug Ruhe für einen Kaffee in der Taberna de Praca. 

Vorbei am Stadtstrand erreicht man anschließend die Innenstadt mit ihren vielen malerischen Gassen. Am besten lässt man sich hier einfach treiben, zumindest so lang, bis der Hunger den Kurs auf die Rua Alexandre Herculano diktiert. Sie ist die Hauptschlagader des szenischen Restaurant Viertels. Statt überteuerter Touristen-Lokale, reiht sich hier unter Baldachinen und Lichterketten ein fantastisches Restaurant ans nächste, sodass der größte Spaß fast darin besteht, sich für eines zu entscheiden. Meine persönlichen Favoriten: Das Moules & Gin, in dem ich hervorragende Moules á Bulhao Pato bekommen habe und die Tapas Bar Taberna Clandestina. 

Baden am Praia do Abano

Allein schon, weil ich meinen Hund Timber dabei hatte, war ich gezwungen nach unbewachten Stränden zu suchen und habe dabei jede Menge Schmuckstücke entdeckt – so auch den Praia do Abano. Der Strand liegt versteckt in einer kleinen Bucht nördlich des viel besuchten Praia do Guincho. Der große Fels in deren Mitte lässt die Szenerie besonders spektakulär wirken. Jeden Tag war ich hier unterwegs und habe ihn mir nie mit mehr als fünf Leuten teilen müssen.

Um den Strand zu erreichen, fährst Du den schmalen Weg am offiziellen Parkplatz des Praia do Guincho einfach weiter in Richtung des Forte do Guincho. Der Schotterweg ist zwar schmal und holprig, ließ sich aber sogar mit meinem langen VW T5 problemlos fahren. Von dem alten Gasthaus führt eine leicht begehbare Steintreppe hinunter in die Bucht.

Wanderung zum Santuario da Peninha

Länge: 10,1 km
Dauer: 3.10 h
Höhenmeter: +350 / -350
Tour bei Outdooractive

Mitten in den dichten Wäldern zwischen Sintra und der Küste erhebt sich ein sagenumwobener Hügel – auf ihm ein altes, gut erhaltenes Kloster aus dem 16. Jahrhundert, erbaut, nachdem einer jungen Hirtin dort eine Vision der Jungfrau Maria erschien. Bis zur Auflösung der portugiesischen Klöster im Jahr 1834 war das Santuario von Mönchen bewohnt und entwickelte sich zu einem viel besuchten Pilgerort. Vor allem Seefahrerfamilien kamen auf den Hügel, um für die Heimkehr der Seeleute zu beten und am Horizont nach ihren Schiffen Ausschau zu halten. 

Heute erinnert der Bau, den man auf dem Hügel findet, nicht zu unrecht an eine kleine, bescheidene Version des berühmten Pena Palace. Antonio Augusto Carvalho Monteiro, Erbauer der Quinta da Regaleira, hatte das Gebäude im 19. Jahrhundert erworben, um es im romantischen Stil umzubauen. Leider starb er vor Vollendung seiner Pläne, sodass sein Palast bis heute unvollendet blieb. Dennoch lässt sich die Mystik des Ortes fast mit bloßen Händen greifen…

Sonnenuntergang und Abendessen in Azenhas do Mar

Kaum eine Stadt dürfte malerischer in die Klippen gebaut sein als Azenhas do Mar. Wie eine Katze in ihr Körbchen schmiegen sich die weißen Fassaden in den Fels. Besonders spektakulär ist das Bild bei Flut, wenn die Wellen die Bucht und den riesigen Naturpool überspülen, während mit der untergehenden Sonne nach und nach die Lichter in den Straßen die Szenerie erleuchten. Den besten Blick auf dieses Spektakel genießt man südlich der Bucht am Miradouro.

Wenige hundert Meter entfernt serviert das Restaurant Água e Sal auf einer ausgesprochen hübschen Terrasse viele feine Fischgerichte – darunter eine Variation des portugiesischen Gerichts Bacalhau á Bras. Sowohl diese als auch die Garnelenpfanne zählen zu den beiden besten Essen, die ich in Portugal bekommen habe!

4 besondere Unterkünfte außerhalb der Stadtzentren von Sintra und Cascais

Weil die Wege aus Sintra heraus zur Küste aufgrund der Beschaffenheit der Straßen doch recht zäh sein können, empfiehlt es sich, den Städtetrip nach Sintra selbst und die Erkundung der Umgebung nacheinander zu planen und dafür auch zwei verschiedene Unterkünfte zu wählen. Wenn Du genügend Zeit hast, solltest Du jeweils wenigstens zwei Übernachtungen einplanen. Folgend findest Du eine Auswahl an besonderen Unterkünften, ich entweder selbst getestet habe oder die ich mir im Rahmen einer Recherche angeschaut habe.

Oasis Backpackers Surf Hostel Sintra

Im Oasis Surf Hostel kommt so ziemlich alles zusammen, was glücklich macht: Lässige Surf Vibes, Beach Bar Feelings und Soulfood. Während die einfachen, aber stylischen Zimmer auf dem Gelände verteilt und deshalb sehr ruhig liegen, versammeln sich jeden Abend Reisende und SurferInnen unter Lichterketten auf der großen Terrasse. Bar, Pizza- Burger- und Sushi Restaurant teilen sich gemeinsam den Außenbereich, sodass eine besonders lebendige Atmosphäre entsteht.

Oasis Backpackers Surf Hostel Sintra bei Booking.com

Sea Ya Family Surf Houses

Fast ärgere ich mich ein bisschen, dass ich die Sea Ya Family Surf Houses erst bei meiner Abreise entdeckt habe. Je nach Anzahl an Gästen stehen vier helle und geschmackvoll eingerichtete Villen mit großzügigen Terrassen und Küchen zur Verfügung – passend für 3 bis 15 Personen. Schon auf den ersten Blick habe ich mich in das Zusammenspiel aus weißen Fassaden und dem warmen, organischen Interieur verliebt. 

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Charm Nature

Je ausgefallener und naturnaher die Unterkunft, desto größer ist meine Begeisterung. Entsprechend hingerissen bin ich von der eigenwilligen Anlage des Charm Nature. Holz und Spanplatten sind das prägende Element der eigentlich einfachen Cabins. Bodentiefe Fenster, polierte Echtholzböden, Loungemöbel, Marshall-Soundanlage und Badewannen am Bett, verzaubern die Hütten jedoch in unkonventionelle Luxusapartments. Den Sundowner mit Blick auf den Atlantik genießt man hier am besten vom Bett oder der Terrasse am Pool.

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Azenhas do Mar West Coast Design und Surf Villas

Erinnerst Du dich an meine Beschreibung von Azenhas do Mar? Die West Coast Design und Surf Villas schmiegen sich mitten in den Fels der so szenisch gelegenen Stadt. Ausblick und Interieur konkurrieren dabei so sehr, dass ich mich gar nicht entscheiden könnte, ob ich meinen Blick lieber in die Räume oder raus auf den Atlantik richten soll. Auch hier bilden hölzerne Elemente, weiße Fassaden, türkisfarbene Akzente und organische Dekorationen einen geschmackvollen und lebendigen Kontrast.

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