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10 Dinge, die Du auf Fuerteventura tun & sehen solltest

Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren und mit ihren kilometerlangen, feinen Sandstränden perfekt für alle Sonnenanbeter und Wassersportler. Doch man sollte wissen, dass sie weitaus ruhiger ist, als es Teneriffa und Gran Canaria sind. Es braucht Begeisterung für die karge Landschaft, um eine Reise in Gänze genießen zu können.
Wir haben uns in diese Insel verliebt – weil sich auf ihr noch nicht Clubs und Attraktionen aneinanderreihen, weil man dort die echten Kanarischen Inseln kennenlernen kann. 

Sonnenbaden in den Dünen von Corralejo


Die wüstenartigen Sanddünen im Norden der Insel erreicht man über die Hauptstraße FV-1 von Puerto del Rosario nach Corralejo. Am besten ist es, das Auto direkt neben der Straße im Sand oder in einer der (wenigen) Parktaschen abzustellen.
Die riesigen Dünen bieten viele kleine Verstecke, in denen man ungestört und geschützt vor den oftmals starken Winden die Sonne genießen kann. Bei Flut lohnt es sich besonders, sich etwas näher ans Wasser zu legen, um in der Hitze eine erfrischende Dusche unter den Wasserspritzern der brechenden Wellen zu genießen.

Kaffee & Fussball an der Uferpromenade Gran Tarajals


Gran Tarajal
scheint eine der wenigen größeren Ortschaften Fuerteventuras zu sein, in denen der Tourismus die Einheimischen noch nicht von ihren eigenen Promenaden und Stränden verscheucht hat.
Gerade die Halbinsel Jandia ist eine große Enttäuschung bei der Suche nach dem echten Fuerteventura, den echten Menschen. In Gran Tarajal haben wir sie gefunden: Schulkinder, die sich mit ihren Surfboards am Strand um die höchsten Wellen drängelten, eine Gruppe Jungs, die uns gleich auf eine Runde Fußball einlud und alte Männer, die wild diskutierend in einer kleinen Bar Espresso schlürften.

Ein Roadtrip durch die Wüsten und Berge des Südens


Wer gezielt Urlaub auf Fuerteventura macht, kann sich für die bizarre Wüsten- und Berglandschaft der Insel wahrscheinlich genauso begeistern wie wir. Eine Strecke, bei der man das Landesinnere mit all seinen Bergdörfern, Kirchen und Mühlen wunderbar kennenlernen kann, verläuft ausgehend von Jandia über Tarajalejo, Tesejerague, Antigua, Betancuria, Páraja La Pared, um von dort aus zurück zum Startpunkt zu führen.
Besonders beeindruckend fanden wir dabei den Pass hinauf zum Montaña Cardón, von dem aus man einen grandiosen Blick über das rot schimmernde Bergmassiv hat.

Der Sonnenuntergang an der Steilküste von La Pared


Egal ob als Ziel eines Roadtrips oder eines romantischen Ausflugs – La Pared bietet  mit seiner atemberaubenden Steilküste eine spektakuläre Kulisse für den Sonnenuntergang. Es lohnt sich wirklich schon ein bisschen früher da zu sein, um die Wellen (mit etwas Glück die der kommenden Flut) und die verschiedenen Farben des Horizonts zu beobachten.

Ein Spaziergang an den wilden Lavastränden von Ajuy

Einer unserer aufregendsten Ausflüge ging an die Westküste nach Ajuy. Bei Wind kann man dort die wildesten Wellen beobachten, wie sie sich an der Steilküste links und rechts des Strands brechen und die Felsen im Wasser überrollen.

Einen besonders guten Ausblick hat man von dem Pfad, der vom Strand entlang fossiler Gesteinsformationen auf das nördliche Plateau führt. Am Ende des Weges befindet sich eine steile Treppe hinab in ein Höhlensystem, das früher Piraten als Versteck für ihre Beute genutzt haben sollen. 

Traditionelle Paella im Restaurant La Isla essen

Auf keinen Fall sollte man es verpassen, eine traditionelle Paella mit frischen Meeresfrüchten zu probieren. Die besten gibt es erfahrungsgemäß nicht in überteuerten Luxusrestaurants, sondern in den kleinen Kneipen, in denen die Tische mit Papierdecken gedeckt und die Karten handgeschriebene Zettel sind. Der frisch gefangene Fisch liegt oftmals am Eingang in dekorierten Kühltruhen und es ist ein Zeichen von guter Küche, wenn diese am späten Abend aussehen wie eine geplünderte Schatztruhe.

Wir schwören übrigens, dass man die leckerste Paella der Insel im Restaurant La Isla auf der Av. del Saladar in Jandia bekommt.

Streifenhörnchen beobachten am Strand von Jandia


Eines meiner persönlichen Highlights der Insel war es, die niedlichen Streifenhörnchen beim Umhertoben am Strand von Jandia zu beobachten. Sie verstecken sich in den Gräsern hinter der Strandpromenade und scheinen sich vor Besuchern nicht wirklich zu fürchten. Mit etwas Geduld und entsprechender Ruhe trauen sie sich ganz nah heran. Eines hat sogar noch Gefallen an meiner Kamera gefunden.

Baden am schwarzen Strand von Las Playitas


Da es auf Fuerteventura oftmals sehr windig ist, ist es selbst bei mehr als 20 Grad Celsius nicht immer möglich, ohne zu frieren im Meer zu baden. Der schwarze Sandstrand von Las Playitas liegt dagegen geschützt zwischen mehreren Hügeln, sodass wir dort Wasser und Sonne in ihrer Gänze genießen konnten. Hinterher gab es am Hafen des malerischen Fischerdorfes noch einen guten Espresso.

Cocktails trinken in Corralejo

So wunderbar die einsame Landschaft und die beschaulichen Fischerdörfchen auch sein mögen, so sehr wünscht man sich nach einigen Tagen auch einen aufregenden Ort voller Menschen. In Corralejo reihen sich unzählige Restaurants, Bars und bunte Surfer Shops aneinander, die Stadt ist überlaufen von jungen Leuten, Straßenmusiker spielen an jeder Ecke. Man sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, einen Abend in dieser lauten, farbenfrohen Stadt zu verbringen – nette Menschen dort dafür zu finden, ist jedenfalls nicht schwer.

Windsurf & Kiteboard Worldcup (oder selber surfen)


Jedes Jahr findet im Zeitraum von Mitte Juli bis Anfang August der Wildsurf & Kiteboard Worldcup am Playa Sotavento statt. Mehrere Tage hat man dort die Möglichkeit weltbekannten Surfern vom Strand aus bei ihren spektakulären Auftritten auf den Wellen zuzuschauen – ein großes, buntes Event ringsum ist inklusive.
Wer sich lieber selbst aufs Brett stellt, hat viele Möglichkeiten Boards zu leihen oder verschiedene Kurse in einer der unzähligen Surf-Schulen zu besuchen. Wir haben uns zwei Tage lang in La Pared bei der Adreanalin Surfschool probiert – und es wird nicht unser letzter Kurs gewesen sein.

Mehr Bilder unserer Reise gibt es übrigens im Fotopost.

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2 Comments

  • Reply
    Heike
    12. November 2015 at 16:36

    Sehr schöne Bilder! Wir lieben Fuerte! Eine tolle Insel!

    • Reply
      Magdalena
      15. November 2015 at 14:00

      Vielen lieben Dank für das tolle Kompliment, Heike! Wir fanden es auch großartig 🙂

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