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Mit dem Roller durch Ubud – 8 magische Orte, die Du sehen solltest

Ubud – das bedeutet eine kleine Welt voller magischer Tempel, saftig grüne Reisterrassen, Kultur & Tanz, Ruhe und balinesische Gastfreundschaft. Unsere Zeit in der kleinen Stadt war das Highlight unserer Reise durch Indonesien. Gleich nach unserer Ankunft liehen wir einen Roller, um Ubud, seine Umgebung und Menschen fern ab jeglicher Touristentouren kennenzulernen. Wir haben eine Auswahl an Orten und Erlebnissen zusammengestellt, die uns am besten gefallen haben und alle Infos zusammengetragen, die Du zum Roller leihen auf Bali brauchst.

Unsere Tour rund um Ubud

Unsere Tour führte uns an zwei Tagen zum Monkey Forest, nördlich zu den Reisterassen von Tegallalang, in magische Landschaften und zu versteckten Tempeln. Klick auf die Karte, um sie größer zu sehen.

Wie man auf Bali einen Roller leiht

In Ubud findet man an jeder Straßenecke einen Roller-Verleih. Der durchschnittliche Preis für einen Tag liegt bei 50.000 Rupiah (etwa 3,30€). Auf der Jalan Monkey Forest verlangen die Vermieter deutlich mehr. Wir haben unseren Roller nur eine Straße weiter, auf der Jalan Bisma gleich neben Lily Spa bei einem kleinen Textilshop für drei Tage zu je 40.000 IDR geliehen. Leiht man den Roller länger als einen Tag, kann man durchaus einen kleinen Rabatt aushandeln. Vergesst auf keinen Fall vor dem Losfahren Fotos von Schrammen und Schäden zu machen und die Bremsen, Licht und Blinker zu testen.
Durch den Prüfungsstress vor unserer Reise haben wir vergessen einen Internationalen Führerschein zu beantragen. Vor Ort stellte sich allerdings raus, dass solang man innerhalb der Stadt nicht im Parkverbot steht und nicht ohne Helm fährt, keine Probleme bekommt. Einer der Jungs, der an unserer Bungalowanlage arbeitete erzählte, dass Korruption unter der Polizei trotzdem ein relevantes Problem sei. Einige würden bewusst Touristen anhalten, um Schmiergelder bei fehlendem Führerschein zu kassieren. In Bali wären 400.000 IDR keine Seltenheit, auf Lombok kostet der fehlende Führerschein 60.000 IDR. Uns ist das nicht passiert.
Tanken kann man auf Bali übrigens an jeder Ecke. An den kleinen Ständen gibt es Benzin zu etwa 40 Cent pro Liter. Auch an den Fahrstil gewöhnt man sich schnell: Es wird gehupt, um auf sich Aufmerksam zu machen, nicht aus Aggression. In dem Chaos, in dem scheinbar keine Regeln gelten, nehmen die Fahrer viel Rücksicht aufeinander. An einer Kreuzung gilt: Einfach hupen und drauf losfahren und im schlimmsten Fall schließt ihr dabei einfach die Augen (ja, das haben wir wirklich gemacht).

Die Reisterrassen von Tegallalang

Erster Halt auf unserer Route waren die Reisfelder von Tegallalang. Bis 10 Uhr, bevor die Cafés öffnen und die Tagestouristen einströmen, hat man friedliche Ruhe inmitten der magischen Landschaft. Morgens werfen die steilen Treppen noch ihre Schatten und der starke Kontrast lässt die saftig grünen Reisflächen scheinbar leuchten – ein wirklich wundervolles Farbenspiel.

Gunung Kawi Sebatu und Gunung Kawi

Nördlich von Tegallalang liegen die beiden Tempel Gunung Kawi Sebatu und Gunung Kawi. Obwohl letzterer durch seine imposanten Steinmetzarbeiten viel bekannter ist, hat uns Gunung Kawi Sebatu am besten gefallen. Es war eine Art paradiesisches Refugium – ohne Touristen, nur unendliche Ruhe, plätscherndes Wasser, heilige Quellen und wunderschön, aufwändig bemalte Dekoration.

Gunung Kawi selbst liegt inmitten weitläufiger Reisterrassen in einem kleinen Tal, das von einem Fluss und vielerlei heiligen Wasserströmen durchzogen wird. Der riesige Komplex mit seinen bemoosten Steinen, kleinen Brücken, Höhlen und Tempeln wirkt wie ein verwunschenes Traumland.

Monkey Forest: Happiest Place on Earth

Zurück in Ubud fuhren wir zum Monkey Forest, einem riesigen Tempelgarten, auf dem mehr als 600 Makaken leben. Am Morgen und am späten Nachmittag lohnt sich ein Besuch besonders, denn dann sind Ubud und der Monkey Forest nicht von Tagestouristen belagert. Wir hatten Glück und haben sogar ein Muttertier mit ihrem wenige Tage alten Jungen beobachten können. So putzig können nicht einmal Katzenbabys sein.

Tipp: Die Affen sind mitunter sehr aggressiv, angeheizt durch die vielen Touristen, die Bananen füttern. Am besten ist es, nichts Essbares mitzunehmen, die Tasche fest zu verschließen und alle Kleinteile zu verstecken. Selbst an Eriks Wasser war das Interesse der Affen so groß, dass sie sich schließlich darum stritten und Erik sogar bissen.

Goa Gajah – eine Elefantenhöhle, in die nie ein Elefant passte

Die Elefantenhöhle ist eines der ältesten Monumente Balis. Absolutes Highlight der gesamten Anlage ist dabei die Frontwand der Grotte, in die Steinmetze Dämonen, Tiere, Menschen und Pflanzen geschlagen haben. Ihren Namen hat die Höhle allein deshalb, weil ursprünglich ein Elefant zentrales Element der Wand sein sollte. Auch hier gilt: Wirklich schön ist diese mystische Tempelanlage nur am Morgen – bevor die Touristen einfallen.

Gado Gado und Nasi Campur im Warung River View

Ubud hat eine sehr vielseitige Restaurant-Szene. Von veganem Essen, über Streetfood, bis hin zu hochklassigen Gourmet-Schuppen gibt es alles. Da wir uns aber unbedingt durch alle Gerichte der balinesischen Küche probieren wollten, sind wir (zum Glück) schon am ersten Tag bei der Suche nach einem traditionellen Warung in das versteckte River View Warung gestolpert.
Oberhalb des kleinen Flusses liegt das Restaurant hinter einer Brücke versteckt – eine Oase inmitten Ubuds Trubel und nicht einmal mit Google Maps zu finden. Dort gibt es unserer Meinung das beste Nasi Campur (gelber Reis mit verschiedenem Tofu, Sprossen, gekochtem Ei und Fleisch) und das beste Gado Gado (Sprossen und Bohnen mit Erdnusssoße). Unser absoluter Geheimtipp!

Ein Spaziergang durch die Reisfelder von Ubud

Fast so schön wie die Reisterrassen von Tegallalang sind die Reisfelder um Ubud. Läuft man die Jalan Bisma in nördliche Richtung stößt man auf die Hauptstraße Jalan Raya Ubud. Biegt man in diese Straße rechterhand ein, findet man wenige Meter weiter auf der linken Straßenseite ein kleines grünes Schild, das in eine schmale Gasse zu den Reisfeldern weist. Dort ist es friedlich, schattig und ruhig, sodass man einen wunderbaren Spaziergang rund um die Felder unternehmen kann. Besonders niedlich sind die kleinen Häuschen, in denen Künstler Malkurse anbieten oder Familien mit ihren Tieren leben. Gleich rechts neben der Gasse kommt man übrigens ins River View Warung.

Kecak [:Ketschack] Tanz in Ubuds Tempeln

Der Kecak Tanz ist ein uraltes balinesisches Tanzdrama. Ein Chor von 50 bis 100 Sängern untermalt den hinduistischen Epos Ramayana mit seinem Gesang und beschwörenden Bewegungen. Die Männer sitzen dabei im Kreis, während in ihrer Mitte kostümierte Tänzer die Geschichte um Prinzessin Sita, den Affengeneral Hanuman und den Dämon Ravana „erzählen“. Die Atmosphäre im Tempel war unglaublich magisch, alles war von Kerzen beleuchtet und trotz der vielen Zuschauer war dieses Erlebnis sehr intensiv.

Ubud empfanden wir als den schönsten Ort Balis, als kulturelles Mekka und Paradies. Es lohnt sich mehrere Tage einzuplanen, um die kleine Stadt auch ohne die vielen Tagestouristen zu erleben. Nehmt euch Zeit, um die Tempel und Ateliers zu erkunden und die Energie, die von dieser Stadt ausgeht in euch aufzusaugen. Hier gibt’s das passende Video!

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