Meine Kameraausrüstung für Reise- und Naturfotografie 

Meine Kameraausrüstung für Reise- und Naturfotografie 

Immer wieder wenn ich vor die Tür gehe und sei es nur für die tägliche Hunderunde im Wald, bin ich sprachlos ob der Wunder unserer Welt. Wenn ich dann auf Reisen gehe, steigert sich dieses Gefühl nicht selten je nach Tagesform in fast schon ekstatische oder auch ganz leise, demütige Stimmungen. Und nichts könnte mich in diesen Momenten glücklicher machen, als die Dinge, die sehe und vor allem fühle, mit meiner Kamera zu dokumentieren. Auch wenn sich solche Gefühle nicht nachahmen lassen, gibt es dennoch eine technische Voraussetzung – deshalb und weil mich meine Instagram Follower immer wieder fragen, habe ich endlich eine Liste meiner kompletten Kameraausrüstung geschrieben und gebe ganz konkrete Kauftipps und Erklärungen, weshalb ich mich für die einzelnen Teile entschieden habe.

Hinweis: Zu jedem Zubehörteil findest Du einen Link zu Amazon. Diese sind sogenannte Affiliate-Links. Solltest Du dich also dafür entscheiden, tatsächlich eines der Teile zu kaufen, würde ich mich riesig freuen, wenn Du meinen Link benutzt. In diesem Fall bekomme ich eine kleine Provision, ohne, dass der Preis für Dich teurer wird.

 

Vorab: Für wen der Artikel geeignet ist

Dieser Artikel richtet sich an FotoeinsteigerInnen mit wenig bis mittelerem Erfahrungsschatz – jedoch nicht an Profis. Ich spreche absichtlich weder über sagittale Koma und chromatische Abberrationen, noch diskutiere ich, ob nun die Spiegellose von Sony oder Canon besser ist. Kurz: Als Profi wirst Du in diesem Artikel – abgesehen vielleicht von manchen Gadgets – keine neuen Informationen für Dich finden. Als (fortgeschrittene*r) EinsteigerIn jedoch, wirst Du hier aber viele wertvolle Hinweise zur Wahl der Kamera, der Objektive und des Zubehörs finden – so formuliert und erklärt, dass Du garantiert die Zusammenhänge verstehst.


Die Kamera itself: Die Canon R5

Mit 15 Jahren habe ich mir von meinem lang ersparten Taschengeld meine erste Spiegelreflexkamera gekauft – die günstigste, die es damals im Laden gab. Irgendwann ersetzte ich diese durch eine bessere, es folgte die erste Vollformatkamera, eine Canon D6, bis ich diese vor wenigen Wochen erst gegen eine spiegellose Canon R5 getauscht habe. Das erste Mal in 15 Jahren Fotografie musste ich meine Kamera nicht mehr nach meinem Budget wählen, sondern konnte endlich das Modell kaufen, das auch wirklich meinen Ansprüchen genügt bzw. mir noch ordentlich Raum zum Wachsen und Dazulernen gibt. So sehr ich meine Canon D6 geliebt habe, hat es mich doch sehr eingeschränkt. Beispielsweise dadurch, dass

  • es kaum möglich war sinnvoll zu filmen
  • der Autofokus mit 11 Messfeldern quasi eine Vollkatastrophe war (obwohl mich das zum Profi im manuellen Fokussieren bei bewegten Motiven gemacht hat)
  • ich wegen des fehlenden Klappdisplays regelmäßig im Dreck rumgekrochen bin
  • die Kamera mit 4,5 Bildern/Sekunde bei Serienbildern extrem langsam
  • und das Rauschen bei höheren ISO-Werten einfach zu stark war.

Also suchte ich nach einer Kamera, die meinen Ansprüchen genügt und sogar noch so viel Potenzial bietet, dass ich mit ihr wachsen und mich weiterentwickeln kann. Allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht die Diskussion über Spiegelreflex- oder Spiegellose Kameras führen und auch keine klare Empfehlung aussprechen, da das Thema Kameratechnik sehr komplex und die Kaufentscheidung zu sehr von individuellen Ansprüchen und dem Budget abhängt. Allerdings habe ich einen ungewöhnlichen, aber ernst gemeinten Kauf-Tipp für Dich aus 15 Jahren Foto-Erfahrung:

Die richtige Kamera: Fang nicht klein an!

Diese Meinung mag unkonventionell sein, aber viel zu oft wird FotoanfängerInnen geraten, klein anzufangen. “Kauf dir doch erstmal eine günstige Einsteigerkamera, bis Du weißt, ob das etwas für Dich ist.” oder “Man kann auch mit günstigen Kameras tolle Bilder machen”. Wenn Du mich fragst, ist das großer Mist. Klar, wenn es Dir um Kunst geht und nicht darum, Gesehenes realitätsnah und emotional abzubilden, dann kannst Du selbst mit einer Einwegkamera richtig irres Zeug kreieren. Mir (und wahrscheinlich auch Dir) geht es aber wahrscheinlich eher um realitätsnahe, emotionale und ästhetische Dokumentation. In diesem Fall verspreche ich Dir, wirst Du mit einer Einsteigerkamera nicht glücklich. Denn wahrscheinlich geht es Dir um Schärfen und Unschärfen, um aufregend leuchtende Bokehs, um Gegenlicht-Fotografien und irre Makros. Dafür braucht es jedoch eine gewisse Grundausstattung. Diese Art von Fotos, wirst Du mit einem Standardobjektiv Blende 4.0 und Naheinstellgrenze 30 cm + nicht machen können. Entsprechend ist die Frustration schnell groß. Natürlich macht Dich die Technik noch nicht gleich zu einer*einem guten FotografIn, aber Du hast überhaupt erst einmal die Chance, eine*r zu werden. Meine Erfahrung zeigt klar: Wer beim Fotografieren hinsichtlich der Technik klein anfängt, wird schnell die Lust verlieren.

Hinzu kommt, dass günstige Kameras auch schneller an Wert verlieren. Wie Du es drehst: Du wirst mit einer günstigen Kamera nur verlieren. Mir ist natürlich bewusst, dass eine Kamera auch immer eine Frage des Budgets ist: Wenn Du also irgendwie kannst und richtig Bock hast, investiere lieber gleich in eine Vollformat-Kamera und ein gutes Objektiv – das geht natürlich auch gebraucht. Wenn es dann doch nichts für Dich ist, kannst Du beides nahezu für denselben Preis wieder verkaufen.

Die Objektive: Warum ich nur mit Festbrennweiten arbeite

Schon seit Jahren arbeite ich ausschließlich mit Festbrennweiten und habe sie nie als Einschränkungen – sondern im Gegenteil – immer nur als absolute Bereicherung für meine Kreativität empfunden. Im Gegensatz zu Zoom-Objektiven sind Festbrennweiten nicht nur deutlich lichtstärker (größere Blenden), sondern haben auch in der Regel eine viel höhere Bildqualität, da sie in ihrer Konstruktion auf eine einzelne Brennweite optimiert werden können. Das wichtigste jedoch: Festbrennweiten “zwingen” mich in die Situation. Statt mir also Bilder mit einem Zoom-Objektiv von weit weg “klauen”, bringen mich meine weitwinkligen Festbrennweiten ganz nah ans Geschehen heran – umso emotionaler ist letztlich auch die Bildwirkung.

CANON RF 35MM F1.8 MACRO IS STM

Mein neuester Schatz: Ein Makro mit 35 mm und dennoch ein echter Allrounder. Es eignet sich hervorragend für Portraits, ist immer noch weitwinklig genug für Landschaftsaufnahmen und  für szenische Street-Photography. Durch die Naheinstellgrenze von gerade einmal 17 cm kann ich es gleichzeitig sogar für Makro-Aufnahmen nutzen. Darüber hinaus fokussiert es in Kombination mit meiner Canon R5 so schnell, dass ich sogar Delfine fotografieren konnte, die völlig unvorhergesehen aus dem Wasser aufgetaucht sind. Achtung: Dieses Objektiv passt nur speziell an die R-Serie von Canon.

Canon RF 35 mm F1.8 bei Amazon

SIGMA Art 24mm F1.4 DG HSM

So sehr ich die 35mm liebe, ist das SIGMA Art 24mm doch noch immer mein Lieblingsobjektiv. Während man bei so weitwinkligen Objektiven häufig mit Verzerrungen und Vignetten zu kämpfen hat, sind diese Effekt beim Sigma Art 24mm quasi nicht vorhanden. Stattdessen ist es mit einer Blende 1.4 sogar noch lichtstärker als die 35mm, sodass es sich auch hervorragend für spektakuläre Sternenbilder eignet. Am liebsten nutze ich es aber für Reportagen wie zuletzt beim Kitzretter e.V. oder für Landschaftsaufnahmen. Meiner Meinung nach wirken die Bilder mit dieser Brennweite besonders dynamisch.

Achtung: Sigma stellt Objektive mit Bajonetten für verschiedene Kamerahersteller her. Achte also auf den richtigen Anschluss.

SIGMA Art EF 24mm F1.4 bei Amazon

Teleobjektive von SIGMA für Wildtierfotografie

Wenn wir über Naturfotografie sprechen, darf natürlich trotzdem das Teleobjektiv nicht fehlen. Denn obwohl ich sonst nur mit weitwinkligen Festbrennweiten arbeite, sind diese für die Wildtierfotografie natürlich gänzlich ungeeignet. Da gute Teleobjektive jedoch sehr teuer sind und bei mir nur selten zum Einsatz kommen, nutze ich für spezielle Anlässe wie bspw. Whale-Watching, Safaris und ähnliches den Leih-Service von Sigma. Meine absoluten Favoriten: Das 120-300 mm F2.8 und das 150-600 mm F6-6,3 aus der Sports-Reihe. Beide eignen sich hervorragend für die Tierfotografie, wobei ersteres (120-300mm) voraussetzt, dass ich doch relativ nah an die Tiere herankomme – so wie beispielsweise in Costa Rica, wo Faultiere, Iguanas, Spinnen, Affen und Co. schon mal im benachbarten Baum sitzen. Vorteilhaft an diesem Objektiv ist die vergleichsweise große und durchgehende Blende von F2.8. Wird die Distanz größer, wie bspw. bei Safaris, braucht es jedoch oft eine längere Brennweite.

Kamerazubehör

Rucksackhalterung für freie Hände

Mein vielleicht cleverstes Kamera-Gadget: Die Rucksack-Halterung von peak design. Als ich damals auf den Preis geschaut habe, habe ich noch einhundert Mal hin- und her überlegt, ob sich diese Investition wirklich lohnt und mich dann aber glücklicherweise dafür entschieden. Die Halterung passt an jeden Rucksack und schließt so sicher, dass sich die Kamera noch nie auch nur einen Zentimeter bewegt hat. Entgegen aller Befürchtungen stört sie an dieser Stelle auch überhaupt nicht und macht im Gegensatz zu Schultergurten auch keine Nacken- oder Schulterschmerzen. So habe ich unterwegs immer die Hände frei, habe die Kamera trotzdem sicher in unmittelbarer Nähe am Körper und kann sie in Sekundenschnelle greifen. Ganz besonders clever ist der Schließmechanismus: Während man die Kamera super easy in die Halterung schieben kann, muss man zum Herausziehen einen kleinen Knopf an der Seite drücken. Dieser ist immer schnell erreichbar und selbst mit dicken Handschuhen leicht zu drücken, dennoch würde er im Zweifelsfall aber verhindern, dass die Kamera herausrutschen oder mal eben im Vorbeigehen geklaut werden könnte. 

Meine Rucksackhalterung bei Amazon

Handschlaufe statt Schultergurt

Natürlich gibt es jede Menge fancy Schultergurte, allerdings sind die in meinen Augen auf Reisen oder beim Wandern völlig ungeeignet. Zum einen, da die Kamera so schwer ist, dass man nach kürzester Zeit Nackenschmerzen bekommt, zum anderen, da sie sehr bequem in der Rucksackhalterung liegt und so kein weiteres unnötiges Band rumbaumelt. Da ich trotzdem ein bisschen Sicherheit haben möchte beim Fotografieren, habe ich zumindest eine Handschlaufe, die sich selbst zuzieht, sollte die Kamera wirklich einmal abstürzen.

Meine Handschlaufe bei Amazon

Stativ

Eigentlich benutze ich mein Stativ so gut wie nie – einerseits, weil ich es ganz fürchterlich finde dieses sperrige Ding mit mir rumzutragen, andererseits, weil die Motive, die ich gern fotografiere einfach keines brauchen. Ich war noch nie ein großer Fan von Langzeitbelichtungen oder aufwändiger Landschaftsfotografie. Mir geht es beim Fotografieren viel mehr darum, ein Erlebnis zu porträtieren, wie ich es erlebt und gefühlt habe. Entsprechend ist ein Stativ Fehl am Platz. Da es aber hin und wieder doch Ausnahmesituationen gibt (bspw. wenn ich allein reise oder in ganz speziellen Landschaften unterwegs bin, in der Langzeitbelichtungen doch mal cool sind oder für Tier- oder Sternenaufnahmen), habe ich tatsächlich mal ein Stativ gekauft: Ein Manfrotto Compact Action. Wichtig war mir, dass es stabil ist, es mein schweres 24 mm Objektiv halten kann und es sich leicht schwenken lässt.

Das Manfrotto Compact Action bei Amazon

Inzwischen würde ich mich aber wahrscheinlich eher für das Rollei Compact Traveler No. 1 entscheiden, weil sich bei diesem die Mittelsäule umkehren lässt, sodass man auch direkt vom Boden fotografieren kann – eine Perspektive die ich sehr mag. Den Schwenkgriff des Manfrottos habe ich tatsächlich fast nie benutzt.

Das Rollei Compact Traveler No. 1 bei Amazon

Gegenlichtblenden für alle Objektive

Gegenlichtblenden haben gleich mehrere Vorteile: Sie verringern bei Gegenlicht nicht nur die negativen Effekte von Streulicht (ausgebrannte, kontrastlose Bilder), sondern schirmen bei Nachtfotografie auch störendes Umgebungslicht ab und schützen das Objektiv wie ein Abstandshalter vor Berührungen mit anderen Gegenständen oder auch vor Regen. Deshalb habe ich auf jedem meiner Objektive permanent eine Gegenlichtblende montiert. Die Handhabung ist einfach: Die Gegenlichtblende wird einfach auf das Objektiv aufgeschraubt und funktioniert auch in Verbindung mit Filtern. Leider haben sich in diesem Fall jedoch nur die Originalteile von Canon bewährt. Eine kostengünstige Alternative würde ich nicht wieder kaufen (schlechte Passform und Vignettierung). Achte beim Kauf darauf, dass die Blende zur Größe deines Objektivs passt… der Durchmesser des Gewindes ist meist auf deinem Objektiv aufgedruckt.

Schutzfilter für die Objektive

Wenn man bedenkt, wie teuer und empfindlich die Objektive sind und wie sehr sie beim Reisen und Wandern Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, ist es umso wichtiger, die Linsen zu schützen. Hierfür reichen jedoch schon einfache Schutzfilter/farbneutrale UV-Filter. Einige FotografInnen behaupten, dass sie mit Schutzfiltern einen Qualitätsverlust bemerken würden. Mir ist hingegen noch nie etwas aufgefallen. Persönliche habe ich sogar immer gute Erfahrungen mit den günstigen hama-Filtern gemacht. Achte beim Kauf darauf, dass die Filter zur Größe deines Objektivs passen… der Durchmesser des Gewindes ist meist auf deinem Objektiv aufgedruckt. 

hama Schutzfilter bei Amazon

ND Filter für Langzeitbelichtungen

Auch wenn ich eigentlich kein großer Fan von Langzeitbelichtungen bin, gibt es doch ab und an ausgewählte Motive, bei denen ich sie sogar richtig cool finde. Wie der Name sagt bedeutet eine Langzeitbelichtung, dass man sehr lang (also mehrere Sekunden) belichtet. Das hat zur Folge, dass das Bild extrem hell (quasi weiß) wird, wenn man nicht über ISO und Blende entsprechend entgegensteuert. Gerade tagsüber reicht aber oft nicht mal eine Blende 22 bei ISO 100 (also das “dunkelste”, was mit meinem Sigma Objektiv möglich ist), um das Bild nicht überzubelichten. Hinzu kommt, dass bei einer geschlossene Blende das gesamte Bild scharf ist… es gibt also keine schönen Unschärfen, kein Bokeh – also nichts von dem, was Fotos im Allgemeinen interessant und ästhetisch macht. Deshalb nutze ich sogenannte ND Filter, die so viel Licht filtern, dass ich auch tagsüber bei offener Blende mehrere Sekunden lang belichten kann.

Nachdem ich schon mehrere ausprobiert habe, bin ich letztlich bei der Marke GOBE (jetzt URTH)  geblieben – ganz einfach, weil URTH ND Filter in unterschiedlichen Stärken anbietet, die Filter in praktischen schmalen Metalldosen kommen und URTH pro Filter 5 Bäume pflanzt. Ich persönlich nutze Filter in der Stärke ND1000. Mit variablen Filtern, an denen sich die Dunkelheit variieren lässt, arbeite ich nicht gern, da diese oftmals unschöne Verläufe zeichnen. Achte auch hier beim Kauf darauf, dass die Filter zur Größe deines Objektivs passen… der Durchmesser des Gewindes ist meist auf deinem Objektiv aufgedruckt.

URTH ND Filter bei Amazon

Die richtige SD Karte

Die beste Kamera nützt nichts mit der falschen SD Karte. Spätestens wenn es um das Fotografieren von Serienbildern geht, braucht es eine SD-Card, die die Bilder genauso schnell speichern kann, wie die Kamera fotografiert. Dabei ist natürlich die Datenmenge der einzelnen Bilder zu bedenken: Im Fall meiner R5 mit einer Auflösung von 45 Megapixel ist ein Bild ca. 16 MB groß. Hinzu kommt der zusätzlich benötigte Speicherplatz für das RAW-Format des Bildes. Bei 20 Bildern pro Sekunde muss die SD Card also mindestens 320 MB/Sekunde speichern können, damit ich die Leistung der Kamera überhaupt voll ausschöpfen kann. Solche SD Cards sind dann entsprechend teurer, bzw. nutze ich sogar eine CFexpress Karte, die eben jene Schreibgeschwindigkeit bringt. Andersherum brauchst Du bei einer langsameren Auslösung und einer kleineren Auflösung auch nur eine SD Karte mit geringerer Schreibgeschwindigkeit. Meine SanDisk Karten haben mich bisher in keiner Ausführung im Stich gelassen (toi, toi, toi).

Hinsichtlich der eigentlichen Speicherkapazität beschränke ich mich absichtlich auf 16 GB – nicht nur wegen des Preises, sondern um nicht in Versuchung zu geraten, die Bilder zu lang ungesichert liegen zu lassen.

SD Karten von SanDisk bei Amazon 

Kameratasche vs. Einschlagtuch

Ich habe schon mehrfach den Versuch gestartet, Kamerataschen oder -rucksäcke zu benutzen. Diese Variante hat sich für mich aber nie bewährt, weil ich die Kamera, wenn ich unterwegs bin, ohnehin meistens in der Hand habe – jedoch nicht immer. Allein die Vorstellung, die Kamera beim Wandern dann immer wieder in den Rucksack zu packen und später dauernd wieder rauszuholen, wie ich es vor 6 Jahren noch auf dem Alpe Adria Trail gemacht habe, macht mich wahnsinnig! Noch dazu habe ich noch keine Kameratasche gefunden, in die neben der Kamera auch sonst alles passt, was ich bei einem Tagesausflug dabei habe. Hinzu kommt beim Wandern außerdem das Argument der Qualität: Sicher gibt es hochqualitative Kamerarucksäcke, doch diese erfüllen natürlich nicht dieselben Ansprüche wie ein richtiger Wanderrucksack. Trotzdem gibt es Momente (wenn auch selten), in denen ich die Kamera kurzzeitig mal in den Rucksack packe. Beispielsweise während eines Flugs, auf dem Weg von der Wohnung zum Wanderparkplatz oder ähnliches. Für genau solche Situationen habe ich mir ein dünnes Einschlagtuch zugelegt, das Schmutz und Staub von der Kamera abhält und zumindest auch leichte Stöße “abfedert”.

Mein Einschlagtuch von Lens Aid bei Amazon

Objektivtaschen

Trotzdem brauchen die Objektiv natürlich ordentlichen Schutz, wenn ich schon keine Kameratasche habe. Da viele Objektive gar nicht mehr mit Tasche geliefert werden oder die Taschen ohnehin immer etwas zu groß sind und das Objektiv ungeschützt darin herumwackelt, habe ich mir zusätzliche Taschen gekauft. LENS-AID bietet bspw. Neoprentaschen mit Fleecefütterung in 6 verschiedenen Größen an. 

LENS-AID Objektivtaschen bei Amazon

Lens Pen und Brillenputztücher

Ein Gadget ohne das ich nie das Haus verlassen würde: Mein Objektivpinsel! Mit dem zweiseitigen Pinsel lassen sich grober Schmutz, Staub, Fett- und Wasserflecken und Fingerabdrücke entfernen. Da die Samtoberfläche auf der einen Seite des Pinsels aber natürlich nicht unendlich viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, habe ich trotzdem immer noch ein oder zwei Brillenputztücher einstecken. Nice to know: URTH liefert zu seinen Filtern auch immer hochwertige Putztücher mit.

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Eine externe Festplatte nur für Reisen

Zuhause nutze ich mehrere Festplatten für die Sicherung meiner Daten und die Backups. Diese schütze und hüte ich natürlich wie einen Schatz, da diese Daten die Grundlage meiner Existenz sind. Um diese nicht zu gefährden (Diebstahl, verlorenes Gepäck bei Flügen etc.), habe ich deshalb noch eine weitere separate Festplatte, die ich ausschließlich auf Reisen mitnehmen, um auf ihr die Bilder von unterwegs zu sichern. Sollte diese wegkommen, wäre das zwar auch blöd, aber eben längst nicht so dramatisch, zumal ich die Bilder nach Möglichkeit auch immer auf der SD Karte und zusätzlich auf dem Laptop liegen lasse. Bisher bin ich mit meinen Festplatten von WD-Elements sehr zufrieden. Wichtig aber: Bestell unbedingt ein stoßsicheres Case dazu! Ansonsten ist die Festplatte samt deinen Daten schnell kaputt.

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Ein letzter Wunsch: Das Unterwassergehäuse von Outex

Lieber Weihnachtsmann… oder so ähnlich. Eigentlich habe ich alles, was ich brauche. Da ich aber so gern am und im Wasser unterwegs bin, habe ich einen letzten Wunsch, den ich mir bei Gelegenheit erfüllen werde: Ein Unterwassergehäuse von Outex. Da das flexible Gehäuse wie ein Filter direkt auf das Objektiv aufgesetzt wird, gibt es quasi keinerlei Barriere, die die Bildqualität mindert. Der flexible, halbtransparente Kunststoff erlaubt außerdem auch Unterwasser das einfache Bedienen der Kamera. Über ein zusätzliches Sichtfenster kann man auch das Display einwandfrei sehen. Bei allen Unterwassergehäusen, die ich bisher gecheckt habe, ist dieses deshalb mein absoluter Favorit.


Ready für Inspiration? In diesen Beiträgen verstecken sich ein paar meiner liebsten Reisefotografien:

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