
Bock auf Winterurlaub in den Alpen, ohne dafür ewig lang im Auto zu sitzen? Unmittelbar hinter der deutsch-österreichischen Grenze verbirgt sich zwischen schneebedeckten Gipfeln ein echter Winter-Geheimtipp: Die Naturparkregion Reutte im Lechtal. Und damit ist nicht etwa das überlaufene Skigebiet Lech/Zürs gemeint, das gerade auf Insta mit seinen hundert Meter langen Schlangen am Skilift viral ging, sondern der angenehm ruhige Teil des Lechtals.
Doch keine Sorge: “Ruhig” bedeutet nicht, dass es hier nichts zu erleben gibt! Im Gegenteil: In diesem Beitrag findest du fünf tolle Winteraktivitäten, eine Hotelempfehlung, die von Herzen kommt und noch einige Tipps, falls du länger bleiben willst.


5 Tipps für aktive Wintertage in der Naturparkregion Reutte in Tirol
1. Rodeln am Hahntennjoch
Länge Aufstieg: 1,7 km | Höhenmeter: 260+ | Parkplatz: 47.288820, 10.605184 | Tour bei komoot
Während das Hahntennjoch – der Gebirgspass zwischen Imst und Elmen – im Sommer als eine der schönsten Panoramastraßen Tirols gilt, verwandelt sie sich mit dem ersten Schnee in eine hervorragende Rodelstrecke! Genau dort, wo die kleine Straße vom Ort Boden auf die Bschlaber Landesstraße trifft, ist genügend Platz für mehrere Autos und damit der ideale Ausgangspunkt für den Aufstieg hinauf aufs Hahntennjoch. Mit jedem Schritt erläuft man sich bis zu 1,7 km Rodelstrecke!
Aber Achtung: Auch bei dieser vermeintlich leichten Tour gilt es unbedingt vorab die Lawinengefahr zu checken: Bei niedriger Lawinengefahr kann man bis zum Bergdörfchen Pfafflar laufen (auf meinen Bildern zu sehen), andernfalls solltest du vorsichtshalber nur bis Brandegg, Unterhaus gehen. Dann heißt es nur noch: Helm auf, fertig, los!








2. Skifahren im Skigebiet Berwang
35 Pistenkilometer, 12 moderne Seilbahnen und Lifte, Abfahrten in allen Schwierigkeiten – das Skigebiet Berwang ist sympathisch überschaubar und bietet dabei trotzdem alles, was man sich an einem Skitag nur wünschen kann. Uns ist es jedenfalls innerhalb eines Tages nicht gelungen, alle Pisten ein zweites Mal zu fahren. Langweilig wird’s also garantiert nicht! Glücklicherweise gibt’s sogar einen Nordhang, sodass man selbst an sonnigen Tagen bis zur letzten Liftfahrt Spaß hat. Wer keine eigenen Ski hat, kann direkt am Zugang zum Skigebiet bei Sport Klotz welche ausleihen.
Tipp: Unbedingt auf der Sonnenterrasse des “SonnAlpin” zum Mittagessen einkehren!






3. Lichterzauber bei der Lumagica in Reutte
zur Lumagica-Website | zur Burg Ehrenberg - Website | Burg Ehrenberg & highline 179 erreichbar vom Parkplatz an der Burgenwelt Ehrenberg über die Standseilbahn oder über einen 800 m langen Aufstieg (ca. 100 hm)
Am späten Nachmittag, wenn die Dunkelheit über den Bergen hereinbricht, verwandelt sich die Burgruine Ehrenberg in ein funkelndes Lichtermeer. Bei einem geradezu abenteuerlichen Spaziergang entführt die Lumagica zwischen den Burgmauern auf eine zauberhafte Reise durch Feuer, Wasser, Luft und Erde. Viele der Lichtinstallationen sind so gestaltet, dass man selbst zum Teil der Kunst wird – sei es, in dem man einen Wal zum Leben erweckt, sich einen Weg durch Lichtervorhänge bahnt oder die Reisebuddys beim überdimensionalen Tic-Tac-Toe abzieht.




... perfekt in Kombi mit der Highline 179
Unmittelbar am Zugang zur Burgruine Ehrenberg befindet sich auch das Tor zur berühmten highline179. In 114 Metern Höhe schwankt die Hängebrücke zwischen der Burg Ehrenberg und dem Fort Claudia und überwindet dabei ganze 406 Meter! Damit hat sich die highline179 sogar einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde gesichert als “Längste Fußgängerbrücke der Welt im Tibetstyle”. Und sicher ist es aufregend tagsüber das 360° Panorama zu sehen, doch glaub mir, selbst in abendlicher Dunkelheit hat der Spaziergang seinen Reiz, wenn man die Berggipfel nur noch in der Düsternis erahnen kann und einzig und allein die Lichter der Lumagica die Burg Ehrenberg scharf vom Himmel abzeichnen.




4. Winterwandern auf dem Lechweg
Länge: 8,2 km | Höhenmeter: 200 +/- | Ausgangspunkt: Hotel Lechzeit | zur Tour bei komoot
Schon seit Jahren zählt der Lechweg zu den beliebtesten Mehrtagestouren in Österreich. Über etwa 125 km folgt er dem Wildfluss von seinem Quellgebiet an zauberhaften Seen vorbei bis nach Füssen im Allgäu. Aber natürlich hat der Weg auch im Winter seinen Reiz. So kann man beispielsweise direkt vom Hotel Lechzeit aus (mehr dazu weiter unten im Beitrag) eine wunderbare, leichte Runde drehen – zunächst auf einem asphaltierten Weg unmittelbar entlang des Flusses und später, nach dem Aufstieg hinter dem Dorf Martinau, oberhalb auf einem schmalen Wanderpfad wieder zurück. Dabei geben große Passagen den Blick auf das blaue Band im Tal frei, während sich dahinter – nun von oben gut sichtbar – nach allen Richtungen weiße Gipfel erheben.






5. Reutte on Ice: Eislaufen im Lichtermeer
zur Website | Eintritt zu Reutte on Ice bereits im Lumagica-Ticket enthalten | Eislaufschuhe ausleihen am Eingang
Neben der Lumagica hält Reutte mit seiner Eisbahn gleich noch eine weitere Location parat, die die winterliche Dunkelheit mit funkelnden Lichtern zu vertreiben weiß. Als größter Eispark Westösterreichs ist “Reutte on Ice” soviel mehr als nur ein oller Eisring: In langen Kurven windet sich die Bahn unter Lichtertunneln und Musik dahin, so zauberhaft, dass man das innere Kind regelrecht rufen hören kann: “Noch eine Runde, noch eine!”



Tipps zum Längerbleiben in der Naturparkregion Reutte
Das ist natürlich längst nicht alles, was du im Winter in der Naturparkregion Reutte erleben kannst. Deshalb habe ich mehrere Locals nach ihren Geheimtipps gefragt. Mit mehr Zeit solltest du laut ihnen unbedingt…
- die coole HAUSSEGEN Destillerie für ein Tasting besuchen
- Auf eine Käsesuppe in der urigen “Milchstube” bei der Lechtaler Natürkäserei Soyer vorbeischauen
- und eine Winterwanderwanderung zur Stablalm unternehmen
Schön schlafen im Boutique Hotel LechZeit
zur Website des Hotels Lechzeit | das Hotel bei booking.com checken*
Am ruhigen Ortsrand von Elmen, direkt am Fuß der Berge, liegt das Hotel Lechzeit – modern, stilvoll und gleichzeitig angenehm familiär. Das Haus wurde 2018 eröffnet und überzeugt mit klarer Architektur, viel Holz und großen Fensterflächen, die die umliegende Bergwelt ins Haus holen.
Die Gastgeberfamilie Witting heißt ihre Gäste so herzlich willkommen, dass man sich wirklich wie Zuhause fühlt. Bianca Witting steht sogar selbst in der Küche und ist verantwortlich für die hervorragenden Gerichte, die im hauseigenen Restaurant serviert werden – regional geprägt, kreativ und mit viel Liebe zum Detail zubereitet.
Die Zimmer selbst sind modern und großzügig gestaltet, sorgen mit viel Holz und indirekter Beleuchtung für jede Menge Gemütlichkeit, während einige mit offenen Duschen direkt am Schlafzimmer überraschen. Nice! Ein Highlight ist definitiv der schicke Wellnessbereich mit mehreren Saunen und einer Panorama-Dachterrasse – perfekt, um nach einem aktiven Tag die Muskeln zu entspannen.
Trotz der herrlich ruhigen Lage ist das Hotel ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Reutte, zu den umliegenden Skigebieten. Der Lechweg verläuft sogar unmittelbar vor der Haustür.






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